BUND stellt Bürgerantrag: Künftig keine klimaschädlichen „Schotter“-Vorgärten in Viersen

Der BUND Stadt und Kreis Viersen fordert in einem Bürgerantrag nach GO § 24 die Stadt Viersen auf, „angesichts der bereits jetzt auch in Viersen schon deutlich sichtbaren Folgen des Klimawandels auf dem Stadtgebiet“, künftig keine sogenannten „Schottergärten“ und auf den Friedhöfen keine „Schottergräber“ mehr zuzulassen.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Stattdessen bittet der BUND Viersen den Rat und die Verwaltung künftig Bürgeraktivitäten zur „Begrünung“ der privaten Grundstücke, Haus- und Garagenfassaden, Hausdächer etc. tatkräftig zu fördern, sie zu unterstützen und auf den stadteigenen Flächen selbst aktiv zu werden.
Hierzu gehört der Bestandsschutz von bisher schon vorhandenen privaten Begrünungen rund um das Haus genauso, wie die Forderung an die Stadt, auf allen öffentlichen Flächen und an allen öffentlichen Gebäuden die Möglichkeit für Begrünungen zu schaffen. Somit könne die Verwaltung künftig für einige eventuell noch skeptische Bürger mit gutem Beispiel vorangehen.

Wichtig aber sei, dass diese Maßnahmen nicht freiwillig, sondern, im Sinne des Gemeinwohls, nur durch eine präzise Satzung zu regeln wären. Da die Stadt Viersen demnächst ebenfalls über die Ausrufung des Klimanotstands erklären entscheiden will, wären die vom BUND Stadt und Kreis Viersen geforderten Maßnahmen ganz im Sinn dieser Zielsetzung.
„Wir haben in unserem Bürgerantrag auch Vorschläge gemacht, wie eine Satzung rechtlich so gestaltet werden kann, dass sie von der Mehrheit der Bürger, ganz im Sinn des Gemeinwohls, angenommen und umgesetzt werden kann“, so BUND-Vorsitzende Almut Grytzmann-Meister. „Vorgärten, Haus- und Dachfassaden verbinden den öffentlichen Raum mit dem privaten Grundstück. Sie stellen deshalb nicht nur eine entscheidende Verbesserung der Luftqualität dar, sie erhöhen auch wesentlich die Wohnqualität im innerstädtischen Raum.“

Viele kleine grüne Vorgärten, begrünte Haus- und Dachfassaden unterstützten so in ihrer Summe im privaten Bereich die ökologischen Bemühungen einer Stadtverwaltung (und der in Viersen arbeitenden Abfall-, Grün- und Straßenbetriebe) für eine ökologische und auch optische Aufwertung der gesamten öffentlichen Flächen. Die Ziele wären somit klar: Erhalt und die Verbesserung der Schutzgüter Luft, Klima, Boden und Wasser. (dt)