Bundesliga: So haben sich die rheinischen Clubs geschlagen

Die Bundesliga Saison 2021/22 befindet sich auf der Zielgeraden. Während an der Spitze wieder einmal alles beim Alten ist und Bayern München zum zehnten Mal in Folge die Meisterschale an die Säbener Straße geholt hat, versprechen die die anderen Entscheidungen noch einiges an Spannung – und die rheinischen Clubs sind mitten drin.

Sport – Ganz gleich, Champions- oder Europa League, für Leverkusen und Köln geht es um Saisonendspurt noch um einiges. Und auch die Borussia aus Gladbach ist nach einer verkorksten Saison auf Wiedergutmachung bei den Fans aus. Alle drei Rhein-Bundesligisten sind mit einem neuen Trainer in die Saison gestartet, wir werfen einen genaueren Blick auf die Spielzeiten der rheinischen Bundesligisten und schauen, wie sich die neuen Übungsleiter geschlagen haben.

Foto: Rheinischer Spiegel

Leverkusen auf CL-Kurs

Nachdem es in der vergangenen Saison „nur“ für einen Europa League Platz gereicht hat, ist Bayer Leverkusen in die aktuelle Spielzeit mit der Zielsetzung Champions League gegangen. Dafür sollte unter anderem der neue Trainer Gerado Seoane sorgen. Und tatsächlich ist es dem Schweizer gelungen, Bayer Leverkusen zu einer echten Spitzenmannschaft zu formen. Eine Niederlage aus den ersten sieben Saisonspielen verdeutlichen den gelungenen Saisonstart. Auf Platz 4 überwinterte die Werkself auf einem Champions League Platz und auch in der Europa League konnten sie ins Achtelfinale einziehen. Trotz der Niederlage zum Rückrundenauftakt gegen Union Berlin avancierte Leverkusen in der Folge zu einer der besten Rückrundenmannschaften und fuhr dabei unter anderem Siege gegen Gladbach, Dortmund und Stuttgart ein. Mit vier Punkten Vorsprung auf Platz fünf können die Verantwortlichen bei Bayer schon vorsichtig mit der Champions League planen. Fest steht, dass Gerado Seaone einer der wenigen Übungsleiter ist, die nach dem Trainerkarussell der vergangenen Saison das geliefert haben, was sich von ihnen versprochen wurde.

Führt Baumgart den FC nach Europa?

Auch rund 15 km rheinaufwärts ist in dieser Saison ein neuer Trainer voll eingeschlagen. Nachdem man in der vergangenen Spielzeit nur knapp dem Abstieg entronnen ist, hat Stefan Baumgart den FC Köln in dieser Saison neues Leben eingehaucht. Innerhalb kürzester Zeit ist der Trainer mit der Schiebermütze zur Kultfigur beim FC aufgestiegen. Seine emotionale Art an der Seitenlinie färbt sich auf die Mannschaft ab. Mit engagierten Auftritten hat sich der FC trotz einer kurzen Schwächephase im Herbst zu einem ernstzunehmenden Europapokalaspiranten gemausert. Nachdem zwischenzeitlich sogar an den Champions League Rängen geschnuppert wurde, steht der FC dank eines fulminanten Schlussspurts mit vier Siegen aus den letzten vier Partien derzeit auf dem sechsten Rang, welcher zur Teilnahme an der Europa League berechtigen würde. Noch mehr freuen dürfte die Fans, dass der FC keines der vier Rheinderbys verloren hat. Schließlich sind die Duelle gegen die Lokalrivalen immer von großer Brisanz.

Foto: jorono/Pixabay

Eine Saison zum Vergessen in Gladbach

Am meisten dürften wohl die Anhänger der Borussia Mönchengladbach von der Saison enttäuscht sein. Eigentlich sollte nach dem verkorksten Ende der vergangenen Spielzeit alles besser werden. Doch schon nach dem zweiten Spieltag fand sich die Borussia unter ihrem neuen Trainer Adi Hütter bereits auf einem Abstiegsplatz wieder. In der zweiten Runde des DFB-Pokals überraschten die Fohlen zwar mit einem historischen 5:0-Erfolg über die Bayern, doch schon in der Runde darauf, zogen sie gegen Zweitligist Hannover 96 den Kürzeren. Der Bundesliga wetten favorit auf den Titelgewinn ist in diesem Jahr RB Leipzig mit einer Quote von 1,40. Doch nicht nur im DFB-Pokal, auch in der Liga bliebt die Mannschaft weiter hinter den Erwartungen zurück. Und auch abseits des Platzes kam der Verein nicht zur Ruhe. Zunächst zog sich Topmanager und heimlicher Vater des Erfolges der letzten Jahre, Max Eberl, medienwirksam zurück und dann kamen auch noch Diskussionen über die Vertragsverlängerungen mit den Leistungsträgern hinzu. Immerhin halten die Sponsoren auch in dieser sportlich schwierigen Zeit zum Verein. Die Fans können sich auf jeden Fall schon jetzt auf einen größeren Umbruch im Sommer einstellen. Für diese Aufgabe wird in Zukunft Roland Virkus als neuer Sportdirektor in der Verantwortung stehen.

Während die Verantwortlichen von Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln mit der Saison vollends zufrieden sein können, ist dies bei Borussia Mönchengladbach eher weniger der Fall. Auch Adi Hütter hätte sich seine Premierensaison in Gladbach sicher anders vorgestellt. Nun gilt es den Blick auf die kommende Spielzeit zu lenken und die richtigen Schlüsse aus der Saison 2021/22 zu ziehen. (opm)