Bundesregierung baut Nationale Gesundheitsreserve auf

Die Bundesregierung baut eine Nationale Gesundheitsreserve auf. An 19 Standorten in Deutschland, darunter auch Krefeld am Niederrhein, sollen in Zukunft wichtige Materialien wie Schutzausrüstung, Schutzmasken, Beatmungsgeräte und Medikamente gelagert werden.

Gesundheit – Es geht darum, im Notfall Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen mit Ausrüstung aus der eigenen Reserve unterstützen zu können. In der ersten Phase plant der Bund aktuell 16 regionale Standorte ein: Apfelstädt, Augsburg, Bergkamen, Biblis, Crailsheim, Dortmund, Emmerich, Euskirchen, Halle, Hamburg, Ibbenbüren, Kabelsketal, Krefeld, Langenhagen, Neuss, Unna. Weiterhin sollen vom Bund gemietete Lagerflächen in Neustadt, Muggensturm und Krefeld für Handdesinfektionsmittel aufgebaut werden.

„Das deutsche Gesundheitswesen soll in einer Krise wie dieser noch widerstandsfähiger werden können“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn am Montag. Die Reserve wird bis Ende 2021 mit schon beschafften Materialien befüllt werden. Danach soll vorwiegend auf Ausrüstung aus inländischer Produktion umgestellt werden. Geplant ist, an den Lager-Standorten ständig den Bedarf für einen Monat vorzuhalten. Der Bund unterstützt den Aufbau von Produktionskapazitäten unter anderem für Schutzausrüstung in Deutschland und der EU.

Die Bundesregierung hatte Anfang Juni grundsätzlich beschlossen, eine „Nationale Reserve Gesundheitsschutz“ einzurichten und die beteiligten Ministerien mit der Ausarbeitung eines Konzepts beauftragt. Man arbeite dabei mit der EU, den Bundesländern und Akteuren des Gesundheitssystems zusammen, betonte Spahn. 2021 ist insgesamt eine Milliarde Euro für den Aufbau der Gesundheitsreserve vorgesehen.

Quelle: Bundesregierung.de