Bundesweiter Rauchmeldertag – Kreis Viersen beteiligt sich

Alle zwei bis drei Minuten brennt es in Deutschland in einer Wohnung. Dem Statistischen Bundesamt zufolge gibt es bundesweit mehr als 300 Brandtote im Jahr. Hinzu kommen zahlreiche Verletzte. Das Risiko von gesundheitlichen Schäden kann durch funktionierende Rauchmelder deutlich minimiert werden.

Kreis Viersen – Anlässlich des bundesweiten Rauchmeldertages am Freitag, 13. August, appelliert die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ an alle Haus- und Wohnungseigentümer, ihre Rauchmelder regelmäßig zu überprüfen. Auch der Kreis Viersen möchte die Gelegenheit nutzen und auf den Rauchmeldertag hinweisen.

„Im Falle eines Wohnungsbrandes bleiben nur wenige Minuten Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen“, weiß Sascha Caumanns, stellvertretender Leiter des Amtes für Bevölkerungsschutz des Kreises. „Der laute Alarm eines intakten Rauchmelders kann in diesen Situationen lebensrettende Zeit verschaffen. Die Rauchmelderpflicht endet nicht mit der Installation. Daher unsere Bitte: Nutzen Sie den kommenden Aktionstag und überprüfen Sie die Rauchmelder in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus“, sagt Caumanns. Alle zehn Jahre sollten die Geräte komplett ausgetauscht werden.

Foto: obs/Rauchmelder retten Leben

„Rauchmelder retten Leben“ empfiehlt die Überprüfung des Rauchmelders in vier einfachen Schritten:

Testen des Rauchmelders über die Prüftaste: Alle Rauchmelder besitzen eine zugängliche Prüftaste, mit der Sie den Melder testen können. Sollte der Alarmton nicht ausgelöst werden, ist es an der Zeit, die Batterien zu wechseln oder einen neuen Rauchmelder zu kaufen.

Rauchmelder auf Verschmutzung überprüfen und säubern: Mit der Zeit lagert sich auch im saubersten Raum der Staub ab. Den Rauchmelder können Sie mit einem feuchten Tuch abwischen und gemäß den Herstellerangaben säubern. Auf Pusten oder Aussaugen sollten Sie verzichten, da die Sensoren des Rauchmelders Schaden nehmen können. Wenn sich der Rauchmelder nicht mehr reinigen lässt, hat er das Ende seiner Lebensdauer erreicht und sollte ausgetauscht werden. Insbesondere die Eingangsöffnungen zur Raucherkennung sollten auf keinen Fall verschmutzt sein.

Rauchmelder freihalten: Haben Sie ein Zimmer neu eingerichtet oder umgeräumt – ohne Rücksicht auf den Rauchmelder zu nehmen? Im Umkreis von 50 cm zum Rauchmelder dürfen keine Hindernisse im Weg sein. Denn diese sorgen dafür, dass ein Rauchmelder deutlich später anschlägt, weil der Rauch nicht ungehindert zum Sensor gelangen kann.

Alter des Rauchmelders überprüfen: Je älter der Rauchmelder, desto höher ist das Risiko für eine Fehlfunktion. Nach spätestens zehn Jahren muss der Rauchmelder ausgetauscht werden und es ist an der Zeit, einen neuen Rauchmelder zu kaufen. Der Austausch ist unabhängig davon notwendig, ob der Melder eine fest eingebaute 10-Jahres-Batterie enthält oder ob sich die Batterie wechseln lässt. Wenn Sie nicht wissen, wann Sie Ihren Rauchmelder austauschen müssen, können Sie dies ganz einfach herausfinden: Das Herstellungsdatum und die Laufzeit sind auf dem Melder vermerkt. Nehmen Sie Ihren Rauchmelder einfach von der Decke ab und lesen Sie in der Regel auf der Rückseite des Melders das jeweilige Datum ab.

Mehr Informationen zum Thema Rauchmelder unter: www.rauchmelder-lebensretter.de. (opm/paz)