CDU-Fraktion Tönisvorst wirbt für das ganzheitliche Mobilitätskonzept „Neue Mobilität“

„Die Ideen der Grünen gehen an der Realität der Menschen in Tönisvorst vorbei“, so beschreibt Andreas Hamacher, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion in Tönisvorst, die verkehrspolitische Initiative der Grünen in Tönisvorst.

Tönisvorst – Die Begründung „Klimaschutz“ und das Fahrrad gegenüber anderen Verkehrsträgern bevorzugen zu wollen, ist eine Politik der Bevormundung. Wir wollen ein tragfähiges Konzept zur Fahrradnutzung in Tönisvorst mit sinnvollen Maßnahmen und keine Leuchtturmprojekte, die nur lokal begrenzt, einzelne Straßen betreffen und noch dazu die Anwohner in ihrer PKW-Nutzung stark beschränken. Es wäre schon viel geholfen, wenn jeder darauf achten würde, die vorhandenen Fahrradwege nicht zu blockieren, so der Christdemokrat weiter.

Die CDU-Fraktion Tönisvorst ist der Auffassung, dass es für die Menschen in Tönisvorst ein Wahlangebot geben muss, um den verschiedenen Mobilitätsbedürfnissen Rechnung zu tragen. Bereits im März 2020 hat die CDU-Ratsfraktion ein umfassendes Konzept unter dem Stichwort „Neue Mobilität“ eingebracht.

Tönisvorst befindet sich im Übergangsbereich zwischen ländlichem und städtischem Siedlungsraum. Es ist eine Erfahrungstatsache, dass im ländlichen Raum das individuelle Fahrzeug nach wie vor ohne Alternative ist. Daher ergeben sich die nachfolgenden Forderungen:

  • Fortsetzung des sinnvollen Ausbaus eines Elektrotankstellennetzes (Ladesäulennetz) in Tönisvorst
  • Kennzeichnung für die bevorzugte, zeitbeschränkte Parkerlaubnis während des Ladevorgangs bei Elektrotankstellenparkplätzen für Elektrofahrzeuge
  • Bewerbung von Tönisvorst als Modellregion, um Konzepte der individuellen Mobilität ohne eigenes Fahrzeug im Übergangsbereich zwischen ländlichem und städtischem Siedlungsraum in der Praxis zu erproben.
  • Ausstattung von Tönisvorst mit einem Knotenpunkt (z.B. am Wilhelmplatz) für Mobilität, um zentrale Linien des ÖPNV und den Bürgerbus mit Fahrradparkplätzen sowie zentral mit der Nutzung von Leihfahrzeugen (z.B. im CarSharing-Modell, E-Autos, Roller und Floater u.ä.) zu verbinden.
  • Verbesserung der Anbindung von Umsteigemöglichkeiten z.B. von Bus zu Bahn mit den Bahnhöfen in Forstwald, Anrath und Kempen
  • Orientierung von ÖPNV-Linienführungen in Frequenz und Kapazität an die tatsächlichen (Pendler-) Verkehrsströme unter Einbeziehung des Bürgerbusses.
  • Fahrradnutzung fördern durch qualitativ hochwertige und gepflegte Radwege und Einbindung von Tönisvorst in überregionale Radwegverbindungen. Dabei muss die Schlufftrasse als Radweg durchgängig mit gefahrlosem Übergang über die Düsseldorfer Straße befahrbar werden.

Nur die Integration der verschiedenen Verkehrsträger unter Beachtung der individuellen Bedürfnisse der Menschen kann – auch unter dem Aspekt des Klimaschutzes – zur nachhaltigen Verbesserung der Umweltqualität in Tönisvorst führen. (opm)