CDU-Fraktion Viersen beantragt Gleichstellung der Betreuungsangebote an Schulen

Die CDU-Fraktion beantragt die Gleichstellung der Versorgungs- und Betreuungsangebote an Schulen mit gebundenen und an Schulen mit nicht-gebundenen Ganztagsangeboten. Über den Antrag entscheidet der Viersener Stadtrat in seiner nächsten Sitzung. 

Viersen – In den letzten Jahrzehnten haben sich die Lebenswirklichkeit und die Arbeitswelt der Menschen drastisch verändert – ohne die Corona-bedingten Entwicklungen des letzten Jahres. Durch den Wandel der Arbeitswelt und des Familienbildes fallen den Schulen auch andere Aufgaben als das Lehren zu. „Als kinder- und familienfreundliche Stadt muss unser Viersen nicht nur bestens ausgestattete Schulen vorhalten und damit Rahmenbedingungen für bestmögliche Bildung schaffen“, so die Viersener CDU-Politiker Stephan Sillekens und Dr. Jürgen Moers. „Viersen als modernen Bildungsstandort zu betrachten und auszugestalten heißt auch: verlässliche und bezahlbare Betreuungsangebote für Kinder bereithalten.“

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aber sei für eine Stadt, die, auch um dem demographischen Wandel etwas entgegenzusetzen zu haben, für junge Familien attraktiv sein will, von entscheidender Bedeutung. „Wir müssen daher sowohl die OGS- als auch die Mittagsbetreuung stetig an sich verändernde Bedarfe anpassen und auf dem Weg zu mehr Ganztagsangeboten auch weiterführende Schulen von städtischer Seite fördern und unterstützen, die aus guten Gründen den nicht-gebundenen Ganztag für sich gewählt haben.“

Diese Schulen hätten ganz bewusst Betreuung und Verpflegung als Angebote und nicht als für alle verpflichtende Bestandteile in ihr Programm aufgenommen. So haben die Eltern die Wahl, je nach persönlichem Bedarf und beruflicher wie familiärer Situation, ob ihr Kind eine Halbtagsschule besuchen oder die Ganztagsangebote flexibel in Anspruch nehmen soll. Ob sich die Einrichtung dabei offiziell im gebundenen oder im nicht-gebundenen Ganztag befindet, dürfe keinen Unterschied machen. Sie müsse seitens des Schulträgers im gleichen Maße unterstützt werden. So müssten beispielsweise Arbeitskräfte für die Essensausgabe beiden Varianten zur Verfügung gestellt werden.

„Es ist wichtig, gesunde Betreuung und gesunde Verpflegung an allen Bildungsstandorten zu ermöglichen. Im 21. Jahrhundert wäre alles andere nicht mehr zeitgemäß“, ergänzen die Kommunalpolitiker. „Es ist nicht einzusehen, dass Kinder an im nicht-gebundenen Ganztag befindlichen Schulen mehr für ihr Mittagessen bezahlen müssen als andere, weil die Stadt ihnen keine Arbeitskräfte für die Essensausgabe stellt und diese Kosten infolgedessen den Essenspreis in die Höhe treiben.“ (opm/paz)