CDU kämpft für den Erhalt der Kath. Hauptschule Neuwerk

Die Mehrheitsparteien der Stadt Mönchengladbach planen die Katholische Hauptschule Neuwerk ab dem Schuljahr 2022/23 auslaufen zu lassen und damit langfristig zu schließen. Damit einhergehend soll die benachbarte Gesamtschule erweitert werden. Gegen den Antrag regt sich breiter Widerstand aus der Bevölkerung und ebenfalls die CDU-Neuwerk findet kein Verständnis.

Mönchengladbach-Neuwerk – Kein Verständnis findet die CDU-Neuwerk für den Antrag der „Ampelkoalition aus Grünen, SPD und FDP“ zur Schließung der Kath. Hauptschule Neuwerk. „Seit Jahren wird die Arbeit der katholischen Hauptschule durch den Ort und die Arbeit des Schulseelsorgers unterstützt. Die Hauptschule leistet für ihr Schülerklientel sehr gute Arbeit. Sie ist zudem eins der wenigen pädagogischen Konzepte in der christlichen Werteerziehung. Die in den letzten Jahren wieder aufgebaute Jugendarbeit der kath. Pfarrgemeinde mit dem Jugendcafé Neuwerk ergänzt die Arbeit dieser Schule hier in Neuwerk“, so die CDU-Neuwerk. „Die Entwicklung von Kompetenz der SchülerInnen und die Förderung ihrer Fähigkeiten kann gerade in dieser Schule bestens unterstützt werden. Insbesondere die Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf brauchen diese Schulform und eine kleinere Schuleinheit. Das große System Gesamtschule eignet sich dafür nur bedingt.“

Offensichtlich ginge es bei dem Antrag auf Schließung lediglich um eine Kapazitätserweiterung der Gesamtschulen. Da dies aber nicht in Neuwerk notwendig sei um dem Elternwillen in anderen Stadtteilen scheinbar mehr gerecht zu werden, kann es nur um die Erfüllung einer theoretischen Ideologie auf Kosten der Schüler gehen, führt die CDU weiter aus. Die Anmeldeverfahren hätten bisher gezeigt, dass die vier Eingangsklassen der Hans-Jonas-Gesamtschule völlig ausreichen und keine weiteren Züge notwendig seien. „Die Kath. Hauptschule Neuwerk hatte und hat durchlaufend genug SchülerInnen durch das Anmeldeverhalten der Eltern. Eltern aus den entfernten Stadtteilen möchten ihre Kinder nicht in die GE Neuwerk schicken. Dies wäre auch wegen des vermehrten Buseinsatzes ökologisch völlig unverständlich, wenn dann noch mehr SchülerInnen quer durch die Stadt zur Schule geschickt würden.“

Diese Problematik beim Erweitern der Gesamtschule zu Ungunsten der Hauptschule wird schon im aktuellen Schulentwicklungsplan klar erkannt: „Im Falle der auslaufenden Auflösung der Kath. Hauptschule Neuwerk würde voraussichtlich ein großer Teil der potentiellen Hauptschüler die Gesamtschule besuchen. Es ist jedoch zu hinterfragen, ob die beschriebene Maßnahme zielführend ist, da in den vergangenen Jahren die Zahl der Anmeldungen an der Hans-Jonas-Gesamtschule Neuwerk lediglich zur Bildung von vier Eingangsklassen ausreichte. Ob es bei einer Erhöhung der Regelzügigkeit der Hans-Jonas-Gesamtschule Neuwerk in der Sekundarstufe I auch zu einem signifikanten Anstieg der Schülerzahlen in der Sekundarstufe II kommt, muss abgewartet werden.“

„Umgekehrt müssten aber alle Neuwerker Hauptschüler aufgenommen werden, da sie sonst Stadtrundfahren zu einer Hauptschule machen müssten. Für die Gesamtschulen sieht das Konzept der leistungsmäßigen Durchmischung von Schulformempfehlungen der Schüler eine Drittelung vor, die nach der Schließung der Hauptschule in Neuwerk sicherlich nicht mehr gegeben sein kann. Die Schaffung von Gesamtschulplätzen in Neuwerk ist kontraproduktiv und mit weiteren Kosten verbunden. Mit der Schließung der Kath. Hauptschule verlieren wir ein gut funktionierendes, vor Ort gut eingebundenes Schulsystem, das für die SchülerInnen da ist, die besondere Förderung in einem überschaubaren System brauchen und helfen der Hans-Jonas -Gesamtschule nicht“, führt die CDU-Neuwerk weiter aus, die beschlossen hat den Antrag nicht zu beschließen und dazu aufruft die aktuelle Online-Petition zum Erhalt der Hauptschule zu unterstützen (https://www.openpetition.de/petition/online/rettet-die-katholische-hauptschule-neuwerk). (nb/CDU/Petiton)

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