CDU Landtagsabgeordnete Britta Oellers auf Senioren-Tour bei den Alexianern in St. Tönis

In der Alexianer Seniorenhilfe traf Britta Oellers, Seniorenbeauftragte der CDU-Fraktion im Landtag auf Jutta Hartmann. Sie ist Leiterin der Seniorenhilfe der Alexianer Tönisvorst GmbH. Als versierte Gesprächspartnerin berichtete sie über die Herausforderungen ganzheitlicher Altenpflege, die Akademisierung der Ausbildung, Möglichkeiten der immens wichtigen Weiterqualifizierung, das notwendige Gewinnen von Nachwuchs und eine generelle Verbesserung der Ansichten über das Alter und das Altern.

St. Tönis – Immer häufiger kommen Patienten nach dem Krankenhausaufenthalt oder der Reha zur Kurzzeitpflege in die Seniorenheime. Solche Aufgaben und Tätigkeitsfelder bedeuten für die professionelle Pflege in den Senioreneinrichtungen eine interdisziplinäre Ausweitung. Das bedeutet auch Kompetenzerweiterungen für das gesamte Team. Pflegeleistungen werden immer komplexer.

Foto: Landtagsbüro
li.: Jutta Hartmann, Leitern der Seniorenhilfe Alexianer Tönisvorst, re: Britta Oellers MdL

Jutta Hartmann ist ausgebildete Krankenschwester und hat einen Studienabschluss im Verwaltungs- und Pflegemanagement. Sie hat sich in den 1990er Jahren bereits mit dem damals noch neuen Bereich der Altersforschung beschäftigt. Mit ihrem Team leitet sie die beiden Seniorenhäuser in Tönisvorst auf hohem Niveau. Sie sind bekannt für ihre hohen pflegerischen Standards, die bei den regelmäßigen Kontrollen der Krankenkassen mit Bestnoten abschließen, aber auch für ihre aufmerksame und familiäre Betreuung. Unter dem Alexianer-Unternehmensdach mit dem angrenzenden Krankenhaus befindet sich hier eine fortschrittlich ganzheitliche Betreuung mit Reha und Seniorenhilfe. Rund 222 Plätze stehen Senioren an den beiden Standorten in St. Tönis und Vorst für stationäres Wohnen zur Verfügung, und 12 Plätze für die Kurzzeitpflege. 68 % der alten Menschen, die mit durchschnittlich 86 Jahren ins Heim kommen, sind demenziell verändert. Ihre Verweildauer beträgt zurzeit 36 Monate.

Um den Anforderungen moderner Altenpflege gerecht zu werden, arbeitet Jutta Hartmann und ihr Team nach dem Kompetenzstufenmodell für Altenpflege. Der größte Teil der MitarbeiterInnen müssen hoch qualifizierte Experten sein, die von Pflegekräften mit unterschiedlichen Kompetenz-stufen unterstützt werden. Hinzu kommen noch 60 Ehrenamtler, die von einem Ehrenamtsmanager koordiniert werden. Sie ermöglichen regelmäßig Freizeitaktivitäten, Ausflüge und Kirchgänge. Um die MitarbeiterInnen auf einem hohen und aktuellen Niveau zu halten, legt Hartmann Wert auf eine „Akademisierung“ der Altenpflege. Damit sollen Fachkarrieren in diesem Bereich ermöglicht und gleichzeitig das Image angehoben werden. Hartmann setzt sich dafür ein, dass sich ihre Teams regelmäßig weiter qualifizieren. Sie motiviert zum berufsbegleitenden Studium oder wirbt um Absolventen als Bachelor- oder Master der Angewandten Pflegewissenschaften. Der Studiengang wurde maßgeblich von den Alexianern im Verbund mit anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens für die FOM-Hochschule entwickelt. „Wir sind ständig auf der Suche nach den richtigen Köpfen im richtigen Arbeitsumfeld“, so Hartmann.

Um die breite Öffentlichkeit, vor allem junge Menschen, für das weite Berufsfeld der Altenpflege zu interessieren, setzen die Alexianer auf Nachwuchsrekrutierung durch Kooperationen und Projekte mit der örtlichen Gesamtschule, was sehr gut ankommt. Durch praktische Einblicke, ehrenamtliche Arbeit in den Häusern und Aktionen, die jung und alt ins Gespräch bringen, entsteht mehr Verständnis und eröffnet einer beruflichen Perspektive in Altenheimen wichtige Türen.

Britta Oellers äußerte sich nach dem Besuch tief beeindruckt von dem hohen Niveau der Pflege und dem Engagement bei den Alexianern: „Ich bin begeistert, wenn ich sehe, wie engagiert und wertschätzend in der Altenpflege gearbeitet wird. Diese Besuche sind für meine Arbeit als Seniorenbeauftragte der CDU-Fraktion in Düsseldorf wichtig. Durch die unterschiedlichen Blickwinkel erhalte ich wertvolle Informationen, die ich gerne einbringen möchte, um das Alter neu zu denken.“