Kreis Viersen: CDU-Mitglieder wählen den Viersener Dr. Martin Plum mehrheitlich zum Bundestagskandidaten

Nachdem am Pfingstsamstag beim Aufstellungsparteitag der CDU-Kreis Viersen zur Bundestagswahl kein Kandidat die erforderliche Mehrheit erreichte, haben die Partei-Mitglieder heute mehrheitlich für den Viersener Dr. Martin Plum gestimmt, der nun ebenfalls die Wähler im Herbst überzeugen möchte.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen/Kreis Viersen – Unter der Moderation von Versammlungsleiter Uwe Schummer (MdB) hatten bereits am Pfingstsamstag die CDU-Kandidaten um Stimmen geworben, welche die Nachfolge des langjährigen Vertreters im Bundestag aus dem Kreis Viersen antreten wollten. Herauskristallisiert hatten sich zwei Kandidaten, zwischen denen die CDU-Mitglieder in einer Stichwahl erneut am heutigen Pfingstmontag entscheiden konnten. Bereits am Samstag hatte der Viersener Dr. Martin Plum mit 279 der 619 abgegebenen Stimmen überzeugt, gefolgt von Dr. Dirk Louy aus Tönisvorst, auf den 202 Stimmen entfielen.

Von den gültigen Stimmen entfielen 368 Stimmen an Dr. Dirk Louy, die Mehrheit jedoch konnte Dr. Martin Plum mit 415 Stimmen auf sich vereinen. Foto: Rheinischer Spiegel

Ebenfalls am Montag führte Uwe Schummer durch den zweiten Teil der Sitzung, der sich zunächst die Zeit nahm auf die neue Erfahrung der Hybridveranstaltung hinzuweisen, die online aus der Eissporthalle in Grefrath übertragen wurde.
790 Mitglieder, mehr als bisher, hatten am Mittag ihre Stimme abgegeben. Von den gültigen Stimmen entfielen 368 Stimmen auf Dr. Dirk Louy, die Mehrheit jedoch konnte Dr. Martin Plum mit 415 Stimmen auf sich vereinen. „Ich gratuliere sehr herzlich und wünsche alle guten Ideen, alle guten Wünsche für das, was du leisten wirst“, so Uwe Schummer. Den Blumenstrauß konnte der Viersener aus den Händen von Dr. Marcus Optendrenk (MdL) entgegennehmen. Der CDU-Kreisvorsitzende kehrte ganz frisch aus der Corona-Quarantäne zurück.

„Ihr erlebt mich doch etwas bewegt in diesem Moment. Ich gebe auch offen zu, ich habe nichts vorbereitet. Vielleicht auch ein bisschen, weil man doch etwas schwankt, reicht es, reicht es nicht“, so der frischgewählte Bundestagskandidat voller Tatendrang. „Ich möchte mich bei den vielen, vielen Mitgliedern bedanken. Es ist ein großartiges Ergebnis für unsere Partei, darauf dürfen wir stolz sein. Ich hoffe, wir nehmen viel davon mit in den kommenden Monaten, wenn wir die Wähler überzeugen wollen, dass das Direktmandat bei uns in den guten Händen ist.“ Der 39-Jährige, der in Dülken aufgewachsen ist und heute mit seiner Familie in Alt-Viersen wohnt, hat damit den ersten Schritt auf dem Weg nach Berlin erreicht, ob ebenfalls das Ziel erfolgreich ist, das wird die Bundestagswahl im Herbst zeigen.

Den Blumenstrauß konnte der Viersener aus den Händen von Dr. Marcus Optendrenk (MdL) entgegennehmen. Der CDU-Kreisvorsitzende kehrte ganz frisch aus der Corona-Quarantäne zurück. Foto: Rheinischer Spiegel

Dr. Martin Plum studierte Rechtswissenschaft in Hamburg und in Cambridge als Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung, bevor er zum Dr. jur. in Bonn promovierte. Aktuell als Richter am Arbeitsgericht in Düsseldorf tätig, weist sein beruflicher Weg ebenfalls Stationen an den Arbeitsgerichten in Köln und Wesel sowie am Bundesarbeitsgericht in Erfurt auf. Der verheiratete Vater von zwei Kindern ist bereits seit seinem 16. Lebensjahr Mitglied der CDU, war Mitglied im JU-Landes- und Bundesvorstand sowie JU-Landes- und Bundesjustiziar. Seit 2008 vertritt er als sachkundiger Bürger im Kreistag Viersen die Belange der Bürger, seit 2018 ist der Borussia Mönchengladbach-Fan Mitglied im CDU-Kreisvorstand und Grundsatzprogrammbeauftragter. Plum ist sich sicher, dass er aufgrund seiner Erfahrungen auf ein enges politisches Netzwerk in Land und Bund zurückgreifen kann, welches ihm ermöglicht vom ersten Tag an als Bundestagsabgeordneter Vollgas für den Kreis Viersen zu geben.

In seiner Kandidatenrede verwies er darauf, dass auf seiner politischen Agenda immer schon seine Mitmenschen ganz oben standen, Politik für die Gemeinschaft gemacht werden müsse. „Ich will mich für die Menschen im Kreis Viersen einsetzen. Ich will ihr Vertreter, ihr Mann, ihr Botschafter in Berlin sein“, so Plum kraftvoll. „Und als Botschafter geht es dann darum nicht die eigene Expertise, sondern die Anliegen der Menschen im Kreis Viersen nach Berlin zu tragen.“ Ganz konkret würde dies heißen beispielsweise Fördermittel des Bundes in den Kreis zu lenken – für den Ausbau von Breitband- und Mobilfunknetz, für die Modernisierung der Kitas und Schulen und für den Bau von Radschnellwegen. Es ginge zudem darum durch Gesetze Rahmenbedingungen für die Zukunft des Kreises Viersen zu schaffen – für eine flächendeckende medizinische Versorgung, durch finanzielle Anreize für Landärzte, für den Erhalt der Krankenhäuser und für eine bessere grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Bereits am Samstag hatte der Viersener Dr. Martin Plum mit 279 der 619 abgegebenen Stimmen überzeugt, gefolgt von Dr. Dirk Louy aus Tönisvorst, auf den 202 Stimmen entfielen. Foto: Rheinischer Spiegel

„Gemeinsam mit Ihnen möchte ich unsere Heimat lebenswert erhalten, unsere Zukunft mutig gestalten und unserer Partei ein klares Profil geben. Das ist mein Ansporn und Anspruch als junger Familienvater und überzeugter Christdemokrat mit viel Erfahrung im Leben, im Beruf und in der Politik“, so der Viersener in seiner Kandidatenvorstellung.

„Was möchte ich für die Menschen im Kreis Viersen erreichen: Bezahlbaren Wohnraum für alle Generationen, moderne Kitas und Schulen, eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung, ein attraktiver ÖPNV, schnelles Internet und ein stabiles Mobilfunknetz, mehr Wertschätzung für Mittelstand und Landwirtschaft, lebendige Orte und handlungsfähige Kommunen – die Herausforderungen sind groß. Packen wir sie gemeinsam an.“ Er wolle sich für alle diese Projekte starkmachen und sich so gemeinsam mit allen Bürgern dafür einsetzen, dass der Kreis Viersen auch in Zukunft lebens- und liebeswert bleibt. Ob er in der nächsten Wahlperiode die Anliegen des Kreises in Berlin vertreten wird, das entscheiden nun seine Wähler bei der Bundestagswahl am 26. September 2021. (nb)

„Gemeinsam mit Ihnen möchte ich unsere Heimat lebenswert erhalten, unsere Zukunft mutig gestalten und unserer Partei ein klares Profil geben. Das ist mein Ansporn und Anspruch als junger Familienvater und überzeugter Christdemokrat mit viel Erfahrung im Leben, im Beruf und in der Politik“, so der Viersener in seiner Kandidatenvorstellung. Foto: Rheinischer Spiegel