CDU Viersen befürwortet Konzept zur Stärkung der Erinnerungskultur

Mit einem Antrag zur Erinnerungskultur wendet sich die CDU Viersen an die Stadt, denn nach dem Wunsch der Politiker soll die Verwaltung mit relevanten gesellschaftlichen Gruppen gemeinsam ein Konzept entwickeln, wie die Erinnerung an die deutschen Menschheitsverbrechen der nationalsozialistischen Terrorherrschaft zur Mahnung wachgehalten und wie den Opfern dieses Regimes gedacht werden kann.

Viersen – „Als Zeugen der Geschichte unseres Landes bleiben wir sensibel für alle Entwicklungen, die Demokratie und Menschenrechte gefährden. Als Zeugen von Ereignissen, die niemals hätten stattfinden dürfen, wenden wir uns gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit jeder Art. Als Zeugen geben wir die Lehren, die wir aus unserer Geschichte gezogen haben, an die nächste Generation weiter“. Mit diesen Worten umschrieb der damalige Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert den zentralen Auftrag unserer Gedenkkultur. In diesen Tagen jährte sich die sog. Reichsprogromnacht zum achtzigsten Mal.

„Dieses Datum macht allerdings deutlich, dass die Erinnerungs- und Gedenkkultur vor gänzlich neuen Herausforderungen steht“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Stephan Sillekens. „Gleichzeitig erleben wir im öffentlichen Raum eine Entwicklung des Umgangs mit den Verbrechen der Nazi-Herrschaft, die in eine bedenkliche Richtung zeigt.“ Die Benutzung von „Nazi-Symbolen“ und teilweise der entsprechenden Rhetorik, teils gedankenverloren, teils bewusst, einhergehend mit der Verniedlichung der „Vorgänge“ ließe nur den Schluss zu, dass millionenfacher Mord und Unterdrückung jedes andersdenkenden Mitmenschen mehr und mehr als „normal“ hingenommen werde und in ihrer Bedeutung für die Menschen relativiert werden solle. „Dem ist entgegenzutreten, zum einen, um die Opfer der Terrorherrschaft nicht zu vergessen, zum anderen, und dies hat für unser aller Zukunft eine viel größere Bedeutung, um Parallelen zu heutigen Entwicklungen aufzuzeigen und eine Wiederholung der Verbrechen zu verhindern.“ (opm)

Foto: Rheinischer Spiegel