CDU Viersen bemängelt Informationschaos bei der Schulsanierung

„Klärungsbedarf ist das Mindeste, was bei den Vorgängen rund um die Sanierung der Remigiusschule besteht,“ so Stephan Sillekens, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat. „Wie kann es sein, dass die Schulleitung bezüglich der Sanierung, die seit über zwei Jahren geplant wird, nicht weiß, welche Arbeiten wie umgesetzt werden sollen?“, unterstützt Dr. Jürgen Moers, Vorsitzender des Schulauschusses.

Viersen – Im Frühjahr 2017 sind die Grundsatzentscheidungen zur Verwendung der Mittel aus den Kommunalinvestitionsfördergesetzten und aus dem Programm „Gute Schule“ getroffen worden. „Spätestens zu dem Zeitpunkt müssen die Maßnahmen auch der Schule bekannt gewesen sein; dass sich während einer Planung dann Dinge ändern und neue Anforderungen hinzukommen, ist normal.“ Umso befremdlicher sei es, wenn sich nach einem Baubeschluss herausstellt, dass weder der Förderverein, der an der Schule als Träger einer Betreuungsmaßnahme auftritt, noch die Schule selbst über die Details der Planung informiert worden seien. Hinzu käme der Unwillen, sich mit einem Träger zu unterhalten.

„Da übernimmt ein Verein eine wichtige Aufgabe an der Schule und wird nicht einmal als Gesprächspartner akzeptiert,“ so Stephan Sillekens. „Auch wenn es natürlich sinnvoll ist mit den Beteiligten an der Schule gemeinsam zu sprechen und nicht einzeln, so ist die Aussage man kommuniziere nur mit der Schulleitung bedenklich. Immerhin tritt der Förderverein der Remigiusschule als Träger auf und braucht für die Planung für das nächste Schuljahr diese Informationen. Aber das Ganze bekommt dann aber ein komplett anderes Gewicht, wenn sich herausstellt, dass die Schulleitung auch nichts weiß.“ „Da kann man nur hoffen, dass das ein Missverständnis ist,“ kommentiert Dr. Moers. „Wenn man bedenkt, dass die Sanierung der Remigiusschule „nur“ ca. 10% der geplanten Maßnahmen ausmacht, so muss die Verwaltung schnellstens ihre Kommunikationsstrukturen verbessern.“ An den Sanierungsprojekten der Schulen sind zwei Dezernate beteiligt. Deren Mitarbeiter tun ihr Möglichstes, um die Maßnahmen schnell und erfolgreich abzuschließen, aber die gemeinsame Kommunikation nach außen mit dem Bürger sei mangelhaft. „Aber vielleicht können die drei neuen Dezernenten die Bürgermeisterin, deren Aufgabe ja die Organisation solcher Strukturen ist, darin unterstützen, damit sich ein solches Informationsdesaster wie an der Remigiusschule nicht wiederholt“, so die CDU-Ratsmitglieder.