CDU Viersen: Die Digitalisierung der Viersener Verwaltung steckt noch in den Kinderschuhen

Die Corona Krise habe es schonungslos aufgezeigt: Die Digitalisierung der Viersener Verwaltung befinde sich noch nicht einmal in den Kinderschuhen, so die CDU Viersen. Auch nach der neuesten Vorlage für den Haupt- und Finanzausschuss würde es noch viele weitere Jahre dauern, bis die Viersener, wie in anderen Lebensbereichen auch, ihre Anliegen elektronisch erledigen können.

Viersen – Die Viersener Verwaltung brauche dringend ein durchdachtes Konzept zur Steigerung der Attraktivität der Arbeitsplätze, bemängelt die CDU Viersen. Die jetzige Entscheidung der SPD-Bürgermeisterin, das Sozialrathaus von der Agenda zu streichen, zeige deutlich auf, dass sie keinen wirklichen Plan zur Attraktivitätssteigerung der Arbeitsplätze und zur Digitalisierung dieser in der Viersener Verwaltung habe.

„Die Planungen, Teile der Verwaltung in der alten Reichspost unterzubringen, waren von vorneherein verantwortungslos, rechtswidrig und hätten den Viersener Steuerzahler mit Millionen belastet“, so die CDU Viersen. Die fehlende Digitalisierung sei besonders ärgerlich aber auch für die Mitarbeiter der Verwaltung, denn aufgrund der Nachlässigkeiten müssten sie auch weiterhin auf attraktive Rahmenbedingungen an ihren Arbeitsplätzen warten, die ihnen unter anderem einfacher ermöglichen würden, Familie und Arbeit miteinander zu verbinden.

„So ist jetzt z. B. der Projektstart zum Thema Verwaltungsdigitalisierung auf den Juli 2021 angesetzt worden, in elf Monaten, in zwei Pilotbereichen. Insgesamt soll dieses Projekt erst 2025 zum Abschluss kommen“, ergänzt die CDU. Die Pläne zur Anmietung der alten Reichspost hingegen seien nunmehr glücklicherweise aufgegeben. „Obwohl im November 2019 die Politik von der Bürgermeisterin noch gedrängt wurde, einen langjährigen Mietvertrag für dieses Objekt abzuschließen, was jährlich mit hohen sechsstelligen Mietzahlungen verbunden gewesen wäre. Bereits sieben Monate später muss jetzt die gleiche Bürgermeisterin öffentlich zugeben, dass sie den Raumbedarf nicht abschätzen kann und sie die Frage, ob dieser zusätzliche Raum überhaupt gebraucht wird, nicht wirklich bejahen kann.“

Die CDU ist sich sicher, dass dies ein millionenschweres Desaster für die Steuerzahler hätte nach sich ziehen können. „Schlecht geplant, (fast) teuer umgesetzt. Dabei wurde bis heute die Frage nicht beantwortet, ob dieses Objekt überhaupt für den beabsichtigten Zweck geeignet sei und welche Umbaukosten zusätzlich noch gestemmt werden müssten. Zu allem Überfluss stellt sich jetzt auch noch heraus, dass die damalige Vorlage rechtwidrig war, da versäumt worden ist, diese Planungen europaweit auszuschreiben. Ein eindeutiger Verstoß gegen das Vergaberecht.“

Quelle: CDU Viersen