CDU Viersen: Klare Ablehnung der Viersener Kurve

Wie ein dunkler Schatten liegt die Befürchtung, dass die Viersener Kurve Realität wird seit vielen Jahren über der Stadt. Nachdem die Hoffnung groß war, diese Vision endlich vom Tisch zu haben, scheinen die Planungen nun aktueller denn je.

Der Viersener Bahnhof bei seiner Neueröffnung nach Sanierung. Foto: Martin Häming

Viersen – „Die Pressemeldung des Staatssekretärs Ferlemann vom 12.10.2017 zum zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Viersen und Venlo „Direkte Schienenverbindung zwischen Ruhrgebiet und Häfen in Belgien und Niederlanden“ beunruhigt uns sehr. Insbesondere die Bemerkungen zu einer „Verbindungskurve im Raum Viersen“ lassen jene schlimmen Befürchtungen erneut wach werden, die wir seit Jahren zu diesem Thema haben“, so der CDU Parteivorsitzende Sebastian Achten und der CDU Fraktionsvorsitzende Stephan Sillekens.
Für die Christdemokraten ist die Position klar: die Viersener Kurve in ihrer bekannten Form lehnen sie entschieden ab und werden sie mit allen unseren Möglichkeiten bekämpfen. „Sie ist eine Katastrophe für den Nordteil unserer Stadt“, erklären die Ratsmitglieder weiter. „Um dies noch einmal zu bekräftigen, werden wir das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Ratssitzung setzen lassen, um dies auch durch einen erneuten Beschluss des Stadtrates noch einmal bestätigen zu lassen, auch um dies gerade nach dem Beschluss der Bundesregierung zum zweigleisigen Ausbau klar und deutlich zu formulieren.“ Diesen gäbe es mit der CDU Viersen nur unter den bekannten Bedingungen, dazu gehörten wesentlich die Fragen des Lärmschutzes, die Regelung des innerstädtischen Verkehrsflusses und das Ende der Viersener Kurve. „Deshalb sind wir unserem Landrat in diesem Zusammenhang sehr dankbar, dass er ist die Viersener Position zu dieser Frage sofort und klar unterstützt hat.“

Auch die jetzt erfolgte Klarstellung des Bundesverkehrsministeriums schließe die Viersener Kurve in ihrer bisherigen Form keineswegs aus.
„Wenn uns jetzt gesagt wird, die Viersener Kurve sei nur noch im Spiel, um die volkswirtschaftliche Berechtigung des zweigleisigen Ausbaus darzustellen, zeigt dies in unseren Augen politische Unbedarftheit. Solange der Gedanke einer Eisenbahnkurve in Berlin mitgedacht wird, besteht die Gefahr, dass dieser Gedanken Wirklichkeit wird.“ Die Aussagen Ferlemanns seien eindeutig. Es ginge um eine „Direkte Schienenverbindung zwischen Ruhrgebiet und Häfen in Belgien und Niederlanden“, und zwar mit einer „neuen Verbindungskurve im Raum Viersen“. „Und dies kann auch jene Kurve sein, die heute im FNP steht. Gemeinsam mit unseren Abgeordneten in Stadt und Land gilt es jetzt, schnellstmöglich zu klären, was in Berlin dazu im Detail geplant wird und mit welchen Konsequenzen dies für unsere Stadt verbunden ist.“ Vordringlich sei es laut Aussage in dieser Situation, die Kräfte zu bündeln und gemeinsam die Interessen der Viersener Bevölkerung zu vertreten. Dazu gehört auch, die Suche nach Verbündeten zu intensivieren, die hier die CDU unterstützen können. (re)