CDU Viersen: Zahlreiche Fragen zum Ausbau der Bahnstrecke Viersen-Venlo

Der in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgestiegene zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Viersen-Venlo wirft Fragen auf. Anwohner befürchten ein erhöhtes Lärmaufkommen und verlängerte Wartezeiten an den Bahnübergängen. Die CDU Viersen wendet sich deshalb mit einem umfassenden Themenkomplex an die Viersener Stadtverwaltung. Fragen, zu denen in den kommenden zwei Jahren dringend Antworten gefunden werden müssen.

Viersen – „Der zweigleisige Ausbau ist nur deshalb möglich, weil auf Bundesebene nach wie vor und gegen den mehrheitlichen Willen der Viersener Bevölkerung an der Schaffung einer Verbindung der beiden Bahnstrecken Viersen-Venlo und Viersen-Krefeld in Form einer Verbindungsspanne, die unter dem Namen „Viersener Kurve“ bekannt ist, festgehalten wird. Diese soll zwar, nach den Aussagen der Verantwortlichen in Berlin, erst im nachfolgenden Bundesverkehrswegeplan konkretisiert werden, aber der Gedanke daran ist keineswegs tot, wie einige Stimmen voreilig verkündeten. Er existiert als stadtverträgliche Umfahrung weiter in den Köpfen der Entscheider in Berlin“, so die CDU Stadtratsfraktion. Um weiter die Diskussion voranzutreiben hält es die CDU Viersen für unerlässlich auf offene Fragen schnellstens Antworten zu finden und fordert die Stadtverwaltung auf Experten zur Hilfe zu nehmen.
Denn, gibt es überhaupt eine Umfahrung, die die Zustimmung der Viersener Bevölkerung findet und welche Kosten würden entstehen? Würden ausreichende Lärmschutzmaßnahmen getroffen werden? Lärmschutzmaßnahmen die gewährleisten, dass die Lärmemissionsaufkommen durch den gesteigerten Verkehr für die Anwohner und Anlieger entlang der Schienentrassierung auf ein Minimum gesenkt werden und sich in das Stadtbild integrieren. Lärmschutz, der nicht nur für die stark besiedelten, sondern auch dünn besiedelten Gebiete zum Schienenverkehr eingerichtet wird.

Foto: Rheinischer Spiegel/oj

Weiterhin führt die CDU Viersen in ihrem umfangreichen Schreiben an die Stadtverwaltung die Problematik der Bahnunter- und überführungen an, fordert Lösungen für die Streckenführung zwischen Boisheim und Dülken und die dortigen Straßen- und Wegekreuzungen – und zeigt unterschiedliche mögliche Szenarien auf, die es zu prüfen gilt. Bereits heute seien durch das erhöhte Verkehrsaufkommen auf der Schiene Querungen vielfach nicht mehr tragbar, weshalb laut CDU eine Planung vorgelegt werden muss, die die gesamte Mobilität außerhalb des Bahnverkehrs gewährleistet.

Nicht viel anders sähe es an der Bürgermeister-Voß-Allee aus, an der eine weiträumige Lösung oder eine Alternative zu der jetzigen Querung geschaffen werden müsste. Neben dem Lärmschutz und den Bahnquerungen spricht die CDU abschließend den Bautenschutz der Häuser an, die bereits jetzt unter den Erschütterungen leiden und mit einem Schaden an privatem Eigentum einhergehen. „Die Frage ist zu klären inwieweit die angrenzenden Gebäude schon heute in Mitleidenschaft gezogen worden sind“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Stephan Sillekens, dessen Ausführungen sich auf vier Seiten ausweiten und aufzeigen, dass die CDU-Fraktion sich mit der Problematik des zweigleisigen Ausbaus beschäftigt hat. Mittlerweile liegen das Schreiben der CDU der Stadtverwaltung vor. Bis zu einer Beantwortung durch die Stadtverwaltung allerdings werden die Anwohner, die bereits jetzt mit dem gestiegenen Verkehr kämpfen, warten müssen. (cs)

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