Conic Rose präsentierte einen Jazzabend der Gegensätze auf der Kulturbühne

Mal laut, manchmal leise irrten am Freitag die Klänge des Berliner Quintetts Conic Rose entlang des Viersener Labyrinths. Fast improvisiert wirkend und dennoch klar strukturiert – ein Jazzabend oder vielleicht auch nicht und dennoch ein beeindruckendes Musikerlebnis.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen – Conic Rose, das sind die Bassistin Franziska Aller, Pianist Johannes Arzberger, Gitarrist Bertram Burkert, Schlagzeuger Silvan Strauß sowie Flügelhornist und Trompeter Konstantin Döben, der übrigens in Viersen geboren wurde. Kein Unbekannter, gewann er doch 2007 den Young Talents-Wettbewerb.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Mittlerweile kommt das Quintett aus Berlin und brachte einen Sound auf die Viersener Kulturbühne, der sich nur schwer beschreiben lässt, sind doch die musikalischen Einflüsse so facettenreich, dass sie kaum greifbar sind.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Jazz in jung hatte das Programm angekündigt und wenn sich die nächste Jazzgeneration durch solche Klangwelten auszeichnet, dann dürfen sich Liebhaber dieser musikalischen Stilrichtung weiterhin auf wahre Genüsse freuen. Dieses Quintett lässt sich in kein Genre einordnen, formte Töne wirr und dennoch verschmelzend. Gedanken verloren sich der Musik folgend, die zärtlich und kraftvoll, fast schon aggressiv, immer die Trompete des Vierseners Konstantin Döben in den Mittelpunkt stellte.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Ein Abend voller Gegensätze, der mit instrumentalen, manchmal bekannt klingenden Ansätzen illustrerer Ohrwürmer den Wunsch nach mehr erblühen ließ. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming