Cordes-Stiftung unterstützt Umbauprojekt im „Haus Greefsgarten“

Im Zuge der umfangreichen An- und Umbauarbeiten im „Haus Greefsgarten“, Seniorenzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde, wurde jetzt der erste Bauabschnitt fertiggestellt. Das „Stadthaus“, der älteste Gebäudeteil der vollstationären Einrichtung an der Ringstraße (Baujahr 1964) ist jetzt nach rund einem Jahr saniert, baulich erweitert und umgestaltet.

Viersen – „Wir sind noch teilweise in den letzten Zügen des ersten Bauabschnitts“, so Martin Stoof. „Wir beenden den ersten Bauabschnitt in der nächsten Woche komplett, dabei war es uns wichtig, das Beste für unsere Bewohner herauszuholen.“ Um den Bedürfnissen und der Orientierung der Bewohner und Gäste in erforderlicher Weise gerecht zu werden, wurde das Gebäude mit einem vollständig neuen Leitsystem ausgestattet und die Aufenthaltsbereiche der dort befindlichen Wohngruppen geschmackvoll gestaltet und ebenso modern wie wohnlich eingerichtet.

„Hier waren erhebliche Sachmittel nötig, die sich nicht aus den Pflegesatzerträgen finanzieren ließen“, erklärt Martin Stoof, Geschäftsführer der Seniorenzentrum der Evangelischen Kirchengemeinde gGmbH. Mit einer Spendensumme von insgesamt 49.000 Euro unter anderem aus Projektrückstellungen sprang die Rudolf und Stefanie Cordes-Stiftung ein, die als Ertragsstiftung jährlich einen rund vierstelligen Betrag erwirtschaftet. Mit der Spende konnten im gerade fertigstellten Baukörper die Aufenthaltsbereiche installiert werden. Stühle, Tische, Wohnwände und eine Medienausstattung sorgen für ein wohnliches Gefühl, werden dabei unterstützt von der neuen Akzentbeleuchtung, die die heimische Atmosphäre abrundet. Ebenfalls das neue Orientierungssystem, welches an bekannte Gebäude der Städte Brühl, Kleve, Xanten und Zons angelehnt ist, konnte durch die großzügige Spende installiert werden.

Die 2008 ins Leben gerufene Stiftung unterstützt Vorhaben zur Beschaffung von Mitteln für steuerbegünstigte Körperschaften, die Menschen fördern, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes auf Hilfe Anderer angewiesen sind. Insbesondere werden in diesem Sinne Einrichtungen der Seniorenzentrum der Ev. Kirchengemeinde Viersen gGmbH unterstützt.

Die offizielle Übergabe der Spendenmittel fand jetzt im „Haus Greefsgarten“ statt. Herr Hans-Dieter Hütz, Vorstand der Cordes-Stiftung erinnerte an den Stiftungsgeber Rudolf Cordes und seine Frau Stefanie, die im hohen Alter von über 90 Jahren verstarb. Cordes wurde 1912 in Mönchengladbach geboren und war mehrere Jahrzehnte als niedergelassener Rechtsanwalt in Viersen tätig, wohnte auf der Bahnhofstraße über der dortigen Apotheke. Zeitlebens engagierte er sich in gemeinnützigen Aktivitäten. Nach dem Tod seiner Ehefrau Stefanie verbrachte Rudolf Cordes seinen Lebensabend bis zu seinem Tod im Jahre 2007 im Seniorenzentrum „Haus Greefsgarten“. Auf Cordes Wunsch hin wurde nach seinem Tod die Stiftung gegründet.  In den vergangenen Jahren sind bereits mehrfach wichtige Anschaffungen im „Haus Greefsgarten und im „Haus am Nordkanal“ durch die Stiftung finanziell unterstützt worden.

Im Andenken an Rechtsanwalt Rudolf Cordes und seine Frau Stefanie wird das Service Wohnen am „Haus Greefsgarten“, das mit der Fertigstellung sämtlicher Umbaumaßnahmen im Seniorenzentrum Anfang 2020 mit dann insgesamt 28 Wohneinheiten in die Vermietung geht – acht Service Wohnungen im Dachgeschoss des „Stadthauses“ sind oder werden bereits aktuell bezogen – den Namen „Haus Cordes“ tragen. Ein entsprechender Hinweis an der Hausfassade und eine Schautafel im Eingangsbereich des Gebäudes werden demnächst darauf hinweisen.

Foto (ik): Martin Stoof, Hans-Peter Hütz, Jochem Enzenmüller, Pfarrer Hans Bretschneider, Anna Maria Reuters, Karla Oehm, Helmut Völker