Corona in Viersen – Türkische Hochzeit stellte sich als Henna-Party heraus

Für Aufsehen sorgte eine Veranstaltung in Viersen mit rund 80 Gästen, welche als türkische Hochzeit angemeldet war. Bei einer Prüfung stellte sich jedoch heraus, dass es sich um eine Henna-Party und damit nicht um das genehmigte „herausragende Ereignis“ handelte.
Von RS-Redakteur Walter Henning

Viersen – Trotz der steigenden Corona-Neuinfektionen hat die Stadt Viersen eine türkische Hochzeitsfeier mit 150 Personen genehmigt. Da die Veranstaltung bis zum 10. Oktober angemeldet worden war, lag diese Genehmigung im Rahmen der Corona-Richtlinien – soweit es sich um ein „herausragendes Ereignis“ handelt.
Wie der WRD berichtet, stellte sich bei der Überprüfung des Ordnungsamtes allerdings heraus, dass es sich nicht um eine türkische Hochzeit, sondern um eine Henna-Party, einen Junggesellinnen-Abschied, handelte und damit als private Veranstaltung gilt.

Rund 80-90 Frauen waren anwesend, das Ordnungsamt löste die Veranstaltung dennoch nicht auf, da vor Ort jeder bemüht war die Hygiene- und Sicherheitsregeln einzuhalten und die Veranstaltung nur bis 23:00 Uhr angemeldet war. Die Inhaberin der Event Die Inhaberin der Event-Location zeigte sich zufrieden, man hätte ständig in engen Kontakt mit dem Ordnungsamt gestanden

Mit Blick auf die steigenden Corona-Zahlen im Kreis Viersen sorgte die Veranstaltung für Aufsehen, denn die Kreisverwaltung verstärkt als Reaktion auf die steigenden Infektionszahlen die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitsamt. Dazu geben alle Dezernate des Kreises Viersen zunächst rund 30 weitere Personen frei. Die Anzahl der benötigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist auch vom weiteren Verlauf der Pandemie abhängig.
Die Zahl der neuen bestätigten Fälle im Kreis Viersen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner stieg gestern von 25 auf nun 27 und rückt fast täglich dem ersten Schwellenwert von 35 und damit weiteren Corona-Maßnahmen näher. (wh)

Foto: BenBernardBags/Pixabay