Corona-Mutation auf dänischen Nerzfarmen entdeckt – Menschen infiziert

Dänische Medien berichten von einem mutierten Coronavirus, mit welchem sich bis Donnerstag zwölf Menschen infiziert haben. In Nordjütland seien mittlerweile 207 Nerzfarmen betroffen. 
Von RS-Redakteur Walter Henning

Corona – Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen hat in dieser Woche einen Lockdown für die Region Nordjütland erlassen. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem bei Nerzen eine mutierte Form der Coronaviren festgestellt wurde. Erste Infektonen habe es bereits im August gegeben, laut Regierung sei die Gefahr erst jetzt erkennbar geworden. Das Virus habe bis Donnerstag zwölf Menschen infiziert. Sieben Städte werden abgeriegelt, betroffen sind rund 280.000 Einwohner.

Um Cluster 5, die Mutation des Coronavirus Sars-CoV 2, unter Kontrolle zu bringen, werden rund 17 Millionen Nerze getötet. Einheimische Medien sprechen von einem „neuen Wuhan“, denn es handelt sich um die erste nachweisliche Mutation des Virus, welche vom Tier auf den Menschen übertragen wurde – und zuvor den Weg vom Menschen auf das Tier nahm.

Das dänische Statens Serum Institut wies darauf hin, dass die Impfstoffe, die sich aktuell in der Entwicklungsphase befinden, nicht mit der Mutation kompatibel sein könnten. Dänemark ist der größte Produzent von Nerzfellen, die in die ganze Welt geliefert werden. Laut aktuellen Informationen aus Dänemark soll mittlerweile auf 207 Farmen die Mutation gefunden worden sein. Nun soll der gesamte Bestand der Nerze getötet werden. Militär und Polizei werden die groß angelegte Tötungsaktion durchführen, Züchter sollen entschädigt werden, wenn sie ihren Bestand innerhalb von zehn Tagen auflösen. (wh)

Um Cluster 5, die Mutation des Coronavirus Sars-CoV 2, unter Kontrolle zu bringen, werden rund 17 Millionen Nerze getötet. Foto: toadienaulls/Pixabay