Das Elisabeth-Krankenhaus (Eli) bekommt Hilfe im Kampf gegen Covid

Die Städtischen Kliniken in Mönchengladbach haben sich starke und kompetente Hilfe von außen organisiert, um die stetig steigende Zahl an Covid-Patienten versorgen zu können. Am Wochenende stellte das Deutsche Rote Kreuz zwei Zelte vor dem Haupthaus auf. Dort leisten ab sofort fünf erfahrene Rettungsassistenten der Bundeswehr ihren Dienst.

Das Eli hat Unterstützung im Kampf gegen Covid erhalten – Text + Foto: Städtische Kliniken / Detlef Ilgner

Mönchengladbach/Rheydt – „Wir haben schon jetzt mehr Patienten mit Covid als zu Spitzenzeiten während der ersten Welle im Frühjahr. Und die Lage spitzt sich seit Tagen kontinuierlich weiter zu“, sagt Dr. Harald Lehnen, Ärztlicher Direktor der Städtischen Kliniken. Die größten Nadelöhre sind in diesen Tagen die Notaufnahme und die Intensivstation, wie Dr. Tobias Strapatsas, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme, berichtet. Dazu kommt, dass auch zunehmend Ärzte und Pfleger im Elisabeth-Krankenhaus wegen Covid-Infektionen ausfallen.

„Das sorgt für einen Personalengpass, den wir mit unseren eigenen Kräften nicht mehr auffangen können“, sagt Cedric Bräuer, pflegerischer Leiter der Zentralen Notaufnahme. Genau für solche Krisenszenarien ist die Bundeswehr gerüstet.

„Unsere Aufgabe ist es, den zivilen Kollegen wieder ein bisschen Luft zu verschaffen. So können sie sich neu organisieren und mit frischer Kraft an die Versorgung der Patienten gehen“, erklärt Oberstleutnant Roland Beeten. Er beorderte die 5 Rettungsassistenten aus den Kasernen Köln-Wahn und Rennerod nach Mönchengladbach, wo sie am Dienstag eintrafen.

Eine lange Anlaufzeit brauchen die Soldaten nicht. „Das sind erfahrene Rettungssanitäter, die in Auslandseinsätzen, aber auch im Bundeswehrkrankenhaus Koblenz gearbeitet haben. Sie wissen, was zu tun ist“, sagt Leutnant Michael Rost.

Das Deutsche Rote Kreuz hatte am Wochenende zwei Notfallzelte vor dem Haupthaus aufgebaut. „Dieser zusätzliche Raum hilft uns, die Notaufnahme zu entlasten und Patientenströme zu trennen“, sagt Dr. Strapatsas. Die zusätzliche Kapazität nutzt aber nur, wenn es auch weiteres Personal gibt.

„Mit eigenen Leuten hätten wir das nicht gewährleisten können. Wir sind am Limit“, sagt Cedric Bräuer. Das größte Problem seien aktuell nicht fehlende Betten oder Beatmungsgeräte, sondern Ärzte und Pfleger, die Covid-Patienten betreuen können. Umso dankbarer ist das Elisabeth-Krankenhaus für die Hilfe von der Bundeswehr.

Die Lage sei in den vergangenen Tagen immer wieder sehr kritisch gewesen, sagt der Ärztliche Direktor Lehnen. Kollegen aus anderen Abteilungen seien kurzfristig in Notaufnahme und Intensivstation eingesprungen. „Das ist aber leider keine Dauerlösung. Mit der kompetenten Unterstützung von der Bundeswehr sind wir deutlich besser für die kommenden Wochen aufgestellt“, so Dr. Harald Lehnen.

Die Bundeswehr unterstützt derweil auch das städtische Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung der Kontakte der Covid-Infizierten. Dort sind inzwischen 15 Soldaten im Einsatz.

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