Das Festivaljahr startete mit „Süchteln brennt“

Bereits seit 1997 begeistert Süchteln brennt die Festivalfans. Damals noch die Idee eines Süchtelner Kaplans, hat das Festival seit dem 5. Jahr im Januar ein Zuhause gefunden und zieht Gäste weit über die Grenzen der Region hinaus an.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Viersen-Süchteln – Ein Rock-n-Roll-Neujahrsempfang kann man fast sagen, der bis heute nichts an seiner Faszination verloren hat, denn das Josefshaus verwandelt sich in einen Club, wie es ihn sonst nur in den großen Städten gibt. Dazu eine hochtechnische Ausstattung mit mehreren Kameras und einem Schwenkkran, Live-Bilder werden auf die Leinwände gestreamt, sogar bis in die Jackengarderobe hinein. Kein Wunder, dass die Veranstaltung seit Jahren ausverkauft ist. Für den Ticketkauf durfte man sich auch in diesem Jahr nicht viel Zeit lassen, nur eine Handvoll war für die Abendkasse freigegeben.
Vergrößern kommt aber zurzeit nicht in Frage, das Josefshaus ist fester Bestandteil der rund geplanten Veranstaltung. Guido Schleszies sammelte auch in diesem Jahr wieder für die Löwenkinder, der Merchandise-Stand erfreute sich so direkt aus mehreren Gründen heraus großer Beliebtheit.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Für die Rockfans und Bluesliebhaber eroberten die Bühne Mosquito Punch und starten als erste an diesem Abend das Line Up. Gegründet im Dezember 2014 setzt sich die Musik des Quartetts aus den verschiedenen Wurzeln der einzelnen Musiker zusammen. Blues, Punk, Classic Rock und Progressive klingen erstmal schwer zu vereinen, wenn dies jedoch gelingt, klingt es wie Mosquito Punch. Tanzbare Riffs, verstörende psychedelische Parts, herausragender Gesang und bluesig bumpernde Bassläufe charakterisieren jeden Song.

Bis 2017 hatte die Melodic-Crossover-Punk-Band Tourette’s aus Mönchengladbach eine gut zehnjährige Pause eingelegt. Doch ganz losgelassen hat die Band die Musik nicht, die ein wenig an die 90er Jahre erinnert. In 2019 soll ein Album folgen – zu Recht, wie die Resonanz des Abends bewies.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Flooot aus Göttingen präsentierten eine ungewöhnliche Mischung von Rap und Bläsern. Im ersten Moment ungewohnt, doch unmöglich sich davon abzuwenden, so beeindruckend bewiesen die Sechs, dass sie ihr Handwerkszeug wirklich beherrschen. Wer die sechs Musiker noch nicht gehört hat, der hat eindeutig etwas verpasst. Im Mittelpunkt der gerappten Geschichten oder dem dreistimmigen Gesang ein junges Bläser-Trio und gleichzeitig die Frontmänner, die der Band einen unverwechselbaren Charme geben.

Bereits im letzten Jahr zog alleine Tequila and the Sunrise Gang viele Gäste an, die diese Band auf keinen Fall verpassen wollten und bis zum Abschluss des Abends nicht nur ausharrten, sondern gemeinsam feierten. Die Kieler Ska-Reggae-Punk-Band ließ auch in diesem Jahr keine Wünsche offen. In der Region sind sie am 16. März beim MTC in Köln wieder zu hören, Tickets lohnen sich. Ein Abend, der für jeden etwas bot und der bei einem Bierchen mit guten Freunden endete sowie dem Wissen: Musik verbindet. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming