Das Haus der großen Hilfe – Seit zehn Jahren besteht das „Haus der Caritas“ in Viersen

Vor zehn Jahren eröffnete der Caritasverband das „Haus der Caritas“ in der Viersener Südstadt. Als soziales Hilfs-und Dienstleistungszentrum ist es nach wie vor einzigartig im Kreis Viersen.

Viersen – Die Zentrale des kreisweit tätigen Caritasverbandes, die stationäre Pflegeeinrichtung Paulus-Stift, die Caritas-Pflegestation Viersen, das Mehrgenerationenhaus sowie weitere Beratungsstellen unter einem Dach: Mit seinem umfassenden Angebot ist das Haus der Caritas an der Heierstraße auch zehn Jahre nach der Eröffnung einzigartig im Kreis Viersen. „Unser soziales Hilfs- und Dienstleistungszentrum ist genau das Haus der großen Hilfe geworden, das wir uns bei der Planung vorgestellt haben“, sagt Caritas-Vorstand Peter Babinetz.

Im Dezember 2009 zogen die ersten Bewohner ins Paulus-Stift ein, zuvor war bereits die Geschäftsstelle des regionalen Caritasverbandes in den Neubau neben der Viersener Festhalle gezogen. Anfang 2010 fand die offizielle Eröffnung des Gebäudes statt, dessen Bau gut eineinhalb Jahre gedauert hatte. Das Investitionsvolumen lag bei rund 13 Millionen Euro. Bereits vor der Eröffnung wurde deutlich, wie groß das Interesse der Bevölkerung an dem Neubau war: Rund 2000 Besucher nutzten bei einem „Tag der offenen Tür“ im Dezember 2009 die Gelegenheit, das Haus der Caritas kennenzulernen.

Der Caritasverband erwartete damals ebenso wie die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung der Stadt Viersen, dass der Neubau positiv in die Viersener Südstadt ausstrahlen werde. Das Haus der Caritas sei ein „wunderschönes Gebäude“, das der Stadt gut tue, sagte der damalige Bürgermeister Günter Thönnessen bei der Eröffnung. Heute, zehn Jahre später, zieht Caritas-Vorstand Babinetz eine positive Zwischenbilanz: Das Haus der Caritas habe dazu beigetragen, die Südstadt zu beleben. „Wir haben uns von Anfang an gegenüber dem Quartier geöffnet“, erklärt Babinetz.

Caritas-Vorstand Christian Schrödter verweist darauf, dass rund 175 Menschen in dem Gebäude arbeiten und etwa 100 Senioren im Paulus-Stift und in den neun Miet-Appartements mit Service wohnen. „Alleine 35 Gruppen der Initiative Viersen 55plus Miteinander-Füreinander haben ihr Domizil im Haus und treffen sich hier regelmäßig“, ergänzt Schrödter, der das Paulus-Stift in den ersten Jahren als Einrichtungsleiter mit aufgebaut hat. Immer beliebter werde auch der offene Mittagstisch im Bistro des Hauses der Caritas, der viele Besucher aus dem Quartier anziehe. Dazu gehören auch Mieter der zwölf barrierefreien Wohnungen, die der Caritasverband 2012 in einem Neubau direkt gegenüber eingerichtet hat.

Mit der Geschäftsstelle des regionalen Caritasverbandes sei im Haus der Caritas zudem eine „leistungsfähige Kompetenzzentrale“ für mehr als 30 Dienste und Einrichtungen im Kreis Viersen untergebracht, so Peter Babinetz. In ihnen unterstütze der Caritasverband Menschen auf ganz unterschiedliche Weise – das reiche von der Pflege älterer Frauen und Männer über die Schuldnerberatung bis zur inklusiven Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung. Für die Zukunft sei der Verband, der 2020 das 100-jährige Bestehen der verbandlichen Caritas in der Region feiert, gut aufgestellt. Dazu trage auch das Haus der Caritas bei, sagen Babinetz und Schrödter.

Das Haus der Caritas – soziales Hilfs- und Dienstleistungszentrum mitten in Viersen. Foto: Caritasverband