Das Schlagwerkensemble Repercussion führte zusammen, was bisher nicht zusammengehörte

Klassische Klänge und Club-Sounds ergaben eine ungewöhnliche, aber nicht unbekannte Mischung – denn das Schlagwerkensemble Repercussion, welches mit DJ Phil Fuldner und Videokünstler Daniel Henrici auf der Kulturbühne überzeugte, hatte bereits in der ausverkauften Festhalle zahlreiche Fans begeistert.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Viersen – Ein musikalisch-virtuelles Abenteuer hatte der Tourneeveranstalter terz machen UG im Vorfeld versprochen und der Abend hielt, was die Besucher sich erhofften. Nachdem sie bereits mit ihrer Show in der Viersener Festhalle den ausverkauften Saal beeindruckten, war die Erwartung der Gäste an der Kulturbühne hoch.

Simon Bernstein, Veith Kloeters, Rafael Sars und Johannes Wippermann, die zusammen als Schlagwerkensemble Repercussion mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind, kreierten gemeinsam mit dem in Essen lebenden Produzenten und Star-DJ Phil Fuldner sowie Videokünstler Daniel Henrici aus Top-Ten-Hits und Werken des amerikanischen Minimal-Music-Giganten Steve Reich, dessen Stücke nur aus Tönen von Klanghölzern bestehen, oder des neuseeländischen Komponisten John Psathas einen grandiosen Abend.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Die vier Multiperkussionisten verbanden elektronische Elemente mit klassischem Schlagwerk, präsentierten alle Facetten der Percussion und verfeinerten die Mischung mit atemberaubenden Live-Visuals.

Star-DJ Phil Fuldner, der aufgrund seiner zahlreichen Club-Tracks fest in der internationalen Clubwelt verankert ist, formte mit seinen Beats ein völlig gegensätzliches und doch verbindendes musikalisches Gemälde, welches von dem VJ Daniel Henrici auf den riesigen Leinwänden am Hohen Busch sichtbar gemacht wurde.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

An diesem Abend wurde zusammengebracht, was bisher nicht zusammengehörte – nicht verwunderlich, dass das Schlagwerkensemble für seine außergewöhnlichen und kreativen Konzertprojekte bekannt ist. Die Idee entstand während ihrer Zeit an der Hochschule – mittlerweile verbindet die vier Musiker eine lange Freundschaft, die mit den perfekt aufeinander abgestimmten Klängen hörbar wird.

Vor zwei Jahren erhielt die Gruppe den Förderpreis für Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen und ebenfalls beim 1. Internationalen Musikwettbewerb des Wiener Konzerthauses wurden sie ausgezeichnet. 
Übrigens war der Auftritt für Veith Kloeters ein Heimspiel, erhielt er doch bereits im Alter von sieben Jahren an der Kreismusikschule seinen ersten Schlagzeugunterricht. (ea)