De Üüle: Seit 30 Jahren auf den Bühnen der Region

Ein stolzes Jubiläum und ein ausverkaufter Kappenabend, der Karnevalsverein De Üüle feierte 30 Jahre mit vielen Gästen und einem bunten Programm.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen-Dülken – Bereits zu Beginn des diesjährigen Kappenabends der De Üüle eroberten mehr als fünfzig kleine Tänzer die Bühne, die mit den Kulissen der Orpheumsbauer kunstvoll geschmückt war. Ein besonderes Jubiläum stand an, denn bereits seit 30 Jahren sind die Mitglieder in den lilafarbenen Uniformen auf den Bühnen der Region aktiv.
Der Verein wurde in diesem Jahr jedoch nicht von der Vorsitzenden Judith Stobbe begrüßt, die aufgrund von Krankheit an diesem Abend der nächsten Generation mit Mona Stobbe und Leon Baulig die Moderation auf der Bühne überließ. Das Programm ein Mix aus eigenen Gewächsen und facettenreichen Darstellungen und so durften nach der Eröffnung die Käuzchen ihr Können zeigen bevor die Dülkener Ortsbürgermeisterin Simone Gartz (CDU) die Ehre hatte ebenfalls die Gäste aus der ganzen Umgebung zu begrüßen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller

An sie schloss sich erstmals im Üülen-Programm das WallStreetTheatre mit Herrn Schultze und Herrn Schröder an. Eine explosive Mischung aus trockenstem englischen Humor, exzentrischem Mimenspiel und einer Prise Artistik schwappte rasant und höchst skurril durch den Raum, an die sich erneut eine tänzerische Darbietung anschloss. Die kleine Tanzgarde, die im Oktober bei einer Turnierteilnahme den zweiten Platz belegt hatte, bereitete die Bühne vor für den Einzug des Dülkener Prinzenpaares, begleitet durch das Dülkener Tambourcorps, vor. Umjubelt mit den „Tulpen von Amsterdam“ hallten die Stimmen der Halle nach draußen, wo auch an der Theke noch mitgeschunkelt wurde.

Ebenfalls das Kinderprinzenpaar gesellte sich dazu, singend und tanzend – die Dülkener feierten ihre Tollitäten. Ebenfalls der nächste Programmpunkt hatte es nicht soweit, denn nur über den Berg musste Detlef Belk anreisen, der die Stimmung im Saal mit seinen kölschen Liedern erneut anheizte. Auf den Plätzen konnte keiner mehr sitzen bleiben, ein würdiger Abschluss der ersten Hälfte des Abends.

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller

Der weitere Abend startete mit dem Solistenmedley der Eulen und dem Tanzpaar Pilar und Leon, begeistertes Klatschen – zumindest bis zu diesem Moment als der Abend einen ungewöhnlichen Verlauf nahm. Auf der Bühne verkündeten Mona Stobbe und Leon Baulig das Ende ihrer tänzerischen Karriere im nächsten Jahr, der närrischen Landschaft werden ihre Tänze fehlen.

Sicher jedoch können sich die Karnevalisten sein, die gerade heranwachsende Generation wird ihr bestes auf der Bühne geben um die Üüle-Tradition fortzuführen. Um die Stimmung erneut anzuheizen hatte sich die Tanzgruppe Titanic aus Dormagen angekündigt, an die sich die Wüstensöhne, ein stimmgewaltiges Gesangsduo, anschlossen, die dann die Bühne frei machten für die eigene große und die gemischte Tanzgarde. Sie leiteten das Ende der abwechslungsreichen Veranstaltung ein, die mit den Schlappkappe, einer jungen kölschen Band aus Hönningen an der Ahr, und dem lauten Rufen „Wenn die Üüle wühle“ ihren Abschluss fand. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller