Demontage der Narrenmühle – Ein Blick in das Dülkener Wahrzeichen

Die Mühlenflügel sind bereits abgebaut, im Inneren wurde die Wandverkleidung entfernt. RS-Redakteur Dietmar Thelen hat die Möglichkeit zu einem Blick in die altehrwürdige Dülkener Narrenmühle genutzt und die Umbauarbeiten in Bildern festgehalten.

Viersen-Dülken – Sie sieht ein wenig „nackt“ aus, die Dülkener Narrenmühle. Nachdem 2017 bei routinemäßigen Kontrollen Schäden am sogenannten Hausbaum festgestellt worden waren, welcher den drehbaren Teil der Bockwindmühle trägt, wurde die Mühle zunächst mit einer Stahlkonstruktion abgesichert. Mittlerweile schreitet der Abbau der Mühle voran, die sich auf den Weg in den niederländischen Mühlenbaubetrieb Beijk macht um in der dortigen Werkstatt restauriert zu werden.

Foto: Rheinischer Spiegel

Zurzeit ist geplant, dass das Dülkener Wahrzeichen im Oktober 2020 wieder aufgebaut werden soll, die Planung hierzu hält der niederländische Fachplaner Paul Groen in der Hand. Zunächst wurden Teile des Lattengitters, auf welches Segel gespannt werden demontiert. Im Anschluss daran wurden die 16 Meter langen Stahlruten mit einem Kran abgehoben. Wann die Mühle abtransportiert wird, steht noch nicht fest.

Teurer als geplant wird die Restaurierung jedoch, denn im März 2020 berichtete die Verwaltung, dass die Restaurierungskosten voraussichtlich etwa 105.000 Euro über dem Planansatz liegen werden. Da diese Mehrkosten von der Stadt getragen werden müssten, sei man im Gespräch über eine Ausweitung der Landesförderung. Das Land NRW fördert die Restaurierung mit 90 Prozent der ursprünglich veranschlagten Kosten von 460.000 Euro. Für diese Förderung hat der Förderverein Narrenmühle das Gebäude in einem auf 99 Jahre angelegten Erbbaurechtsvertrag übernommen. Die Stadt erhält vom Verein einen jährlichen Mietzins von 11,11 Euro. (dt)

Foto: Rheinischer Spiegel
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