Den Geist des Brauchtums erhalten – Martinsverein Boisheim verteilte Martinstüten

Bereits bei den Planungen zeichnete sich ab, dass die Martinszüge in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer fielen. Spätestens seit dem Lockdown war klar, es wird keinen Bettler am Feuer geben. Der St. Martinsverein Boisheim hat dennoch eine Möglichkeit gefunden den positiven Geist des Festes verbreiten zu können.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen-Boisheim – Bei Michaela Theven, der engagierten Vorsitzenden des St. Martinsvereins Boisheim, ging es in den letzten Wochen hoch her. Denn obwohl der Zug selber nicht stattfinden konnte, wollten die Mitglieder nicht auf eine Tüte für die Kinder verzichten.
In diesem Jahr wurden so in kleinen Gruppen insgesamt 320 Tüten vorbereitet, die mit ihrem Inhalt durch großzügige Spenden den Vorjahren in Nichts nachstanden. Äpfel, Süßes und kleine Überraschungen kamen zusammen, die den Kindern eine Freude machten.

„Es war richtig schön das Strahlen in den Augen der Kinder zu sehen, trotz der zurzeit schwierigen Phase“, berichtet Michaela Theven. Die Ehrenamtler bedachten die Grundschule mit neunzig Tüten, weitere siebzig wurden morgens mit dem Auto an Kinder und Erzieherinnen verteilt, da der Kindergarten in Boisheim aktuell aufgrund von Corona-Infektionen geschlossen ist.

Am vergangenen Freitag bestand zudem die Möglichkeit Tüten Corona-konform für 160 Kinder abzuholen, die nicht mehr in die Grundschule in Boisheim gehen. Mit passendem Abstand und Hygienekonzept wurde so möglich gemacht, was zunächst in diesem Jahr als unmöglich schien. (dt)

In diesem Jahr wurden so in kleinen Gruppen insgesamt 320 Tüten vorbereitet, die mit ihrem Inhalt durch großzügige Spenden den Vorjahren in Nichts nachstanden. Foto: St. Martinsverein Boisheim