Den Gewinnerbands der Jazzband-Challenge gehörte der Lyzeumsgarten

Im August hatte die Kulturabteilung der Stadt Viersen bereits zum 7. Mal, durch Corona bedingt allerdings erstmals digital, zur Jazzband-Challenge aufgerufen. Als Sieger gingen direkt zwei Trios der niederländischen ArtEZ-Musikakademie hervor, die am frühen Samstagabend brillierten.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen – Online konnten sich in diesem Jahr bei der 7. Jazzband-Challenge bewerben. Der Gewinn: Ein exklusiver Auftritt beim 34. Internationalen Jazzfestival Viersen, für welchen der Lyzeumsgarten zur Open-Air-Bühne wurde. Als besonders Schmankerl für die musikbegeisterten Gäste fand der Auftritt zudem bei freiem Eintritt statt. Ein großzügiges, aber fast unnötiges Geschenk der städtischen Kulturabteilung, denn die Jazz-Trios, die Moderator Dieter Könnes gekonnt ankündigte, hatten schnell ihre Fangemeinde in Viersen gefunden.

Erfolgreich aus dem Wettbewerb waren direkt zwei Gewinner hervorgegangen, die zur ArtEZ-Musikakademie der niederländischen Stadt Arnhem gehören. Jazz-Standards und moderne Jazzklänge mit eigenem Sound überraschten die Zuhörer – dargebracht von den Gruppen MinLuVi und Lanzensticker. Ergänzt wurde die Veranstaltung von frischem Streetfood aus Mr. Le‘s Foodtruck-Küche.

Der frühe Abend startete mit eigenen Arrangements moderner Jazzstücke, dargeboten durch das MinLuVi-Trio, selbst eine Komposition der Künstlernamen Min Won (Drums), Daniel Eberling (Künstlername: DanVito, E-Bass) und Lukas Mohl (Piano/Keys). Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Der frühe Abend startete mit eigenen Arrangements moderner Jazzstücke, dargeboten durch das MinLuVi-Trio, selbst eine Komposition der Künstlernamen Min Won (Drums), Daniel Eberling (Künstlername: DanVito, E-Bass) und Lukas Mohl (Piano/Keys). Zusammengefunden haben sie sich beim Studium, wo alle drei auf den Bachelor Jazz/Pop hinarbeiten. International sind sie aber nicht nur in der Musik aufgestellt, ihre eigenen Wurzeln fußen in Russland, Süd-Korea und Deutschland. Ihren Fokus legten sie überzeugend nicht nur auf virtuose Unisono-Themen, gerade ihre Improvisationen machten das Trio so charmant auf der Bühne.

Die zweite Hälfte des Events bestritt das Trio Lanzensticker, welches 2019 gegründet, bereits mit ihrer EP „Private Injazztigation“ ein klares Statement innerhalb der Jazzwelt gesetzt hatte. Die drei Musiker Alexander Pielsticker (Piano), Marius Lamm (Drums) und Leon Milan Kunze (Bass) sind eine kraftvolle, fast energetisch geladene Verbindung, genau richtig für das Viersener Publikum. Moderne oder bekannte Stücke? Lanzensticker war mehr, war eigener Sound – mal tanzbar, mal mit überraschenden Improvisationen, knackig, wild und gleichzeitig versöhnend. (cs)

Die zweite Hälfte des Events bestritt das Trio Lanzensticker, welches 2019 gegründet, bereits mit ihrer EP „Private Injazztigation“ ein klares Statement innerhalb der Jazzwelt gesetzt hatte. Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming