„Der ferngesteuerte jecke Opa“ ist jetzt Ritter der Süchtelner Möhre

Es gehört zu den liebevoll gepflegten Traditionen der närrischen Welt, dass dem Süchtelner Prinzen die Ritterwürde verliehen wird.
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Viersen – Wer in Süchteln den jecken Thron bestiegen hat und als Karnevalsprinz die Narren unter sich vereinte, dem kommt am Ende seiner Amtszeit eine besondere Auszeichnung zugute. Mit der Ritterwürde ausgezeichnet nimmt ihn dann die Vereinigung der Süchtelner Ex-Prinzen, die Ritterschaft der Süchtelner Möhre, in ihren Kreis auf. Der ausgewählte Rittername wird an die Eigenschaften der Regentschaft der jecken Tollität angelehnt.
Die Coronasituation machte die Ernennung des noch amtierenden Süchtelner Prinzen, Josef II., schwierig, weshalb die Ehrung im vergangenen Jahr abgesagt werden musste. Nun allerdings kam die Ritterschaft mit Ex-Prinzessinnen und Ex-Prinzen zusammen, um „Den ferngesteuerten jecken Opa“ bei gemütlicher Geselligkeit zu ernennen.

Im Verlauf des Abends wurde das jecke blaue Blut ergänzt mit der Ritterschaft, die Wolfgang Puller „Der Regenprinz“ und Klaus Dohmesen „Die Pann“ mit Unterstützung der Ex-Prinzessin Ulrike Ludwigs nach guter, alter Tradition vornahmen. Der Ritterschlag mit Schwert ernannte allerdings nicht nur Josef II. zum Ritter, auch der Minister des Prinzen und Ex-Prinz, Marc Marsollek „Der Quackfrosch“, erhielt eine leuchtende Kopfbedeckung mit Fernbedienung um den neuen Ritter passend steuern und somit auch weiterhin die Geschicke von Josef als Prinz koordinieren zu können. Bereits während der Amtszeit waren sie ein unzertrennliches Gespann geworden, dieses soll auch nach der coronabedingt mehrjährigen Session nicht auseinandergehen. (dt)

Foto: Markus Ophei/Marc Marsollek