Der gute Ariseur? Die Geschichte der Viersener jüdischen Kaufmannsfamilie Katzenstein

In Viersen wurde von einer örtlichen Baumwollspinnerei im Jahr 1903 eines der markantesten Wohn- und Geschäftshäuser gebaut. „Erzeugnisse aus der Produktion“ sollten dort angeboten werden.

Viersen – Als Erster betrieb der jüdische Kaufmann Carl Frohsinn das Geschäft, gefolgt im Jahr 1907 von David Katzenstein. Der Kaufmann, ebenfalls Mitglied und später Vorsteher der jüdischen Gemeinde Viersens, führte das Geschäft 30 Jahre lang. Die Bedrohung durch die NS Regierung zwang ihn, seinen Betrieb und die Heimat aufzugeben und mit der Familie Deutschland zu verlassen. Das Geschäft wurde arisiert. Die Familie Jost, welche den Betrieb im Jahr 1938 übernahm, führte das Geschäft bis zum Jahr 1970.

Beatrix Wolters hat sich auf Spurensuche begeben. Sie hatte Kontakt zu den Nachfahren, besuchte verschiedene Archive und konnte so die Geschichte der beteiligten Familien recherchieren und die Vorgänge rund um die Arisierung des Geschäftes klären.

Die Veranstaltung findet Sonntag, 26. Juni um 11.00 Uhr in der Villa Marx, Gerberstraße 20 41748 Viersen statt. Der Eintritt ist frei. (opm)

Blick in die Hauptstraße von Süden aus. Links ist das Kaufhaus Katzenstein zu sehen. Foto: Kreisarchiv

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