Der Kreis Viersen baut die Digitalisierung aus

Der Kreis treibt die Digitalisierung der Verwaltung voran. Noch in diesem Jahr wird eine Digitalisierungsstrategie für die Verwaltung fertiggestellt. Zunächst werden weitere Abläufe in das eGovernment eingebunden. Dies betrifft sowohl Prozesse im Haus als auch die Beziehungen zu Bürgerinnen und Bürger.

Kreis Viersen – Im zweiten Schritt wird die Digitalisierung in den Bereichen Daseinsvorsorge, Mobilität, Wirtschaft oder Telemedizin ausgebaut. Voraussetzung dafür ist der bereits in Angriff genommene flächendeckende Breitbandausbau im Kreis.
„Die Anzahl der digitalen Angebote des Kreises nimmt ständig zu“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen. „Wir wollen jetzt noch schneller umstellen.“

Schon seit längerer Zeit können verschiedene Dienstleistungen wie etwa die An- und Abmeldung von Fahrzeugen oder die Beantragung des Reitkennzeichens vollkommen online erledigt werden. Auch nutzen bereits viele Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, Termine online zu vereinbaren, etwa für die Zulassungs- oder Führerscheinstelle.
Auf die Notwendigkeiten der Corona-Pandemie konnte die Kreisverwaltung rasch reagieren, weil sie bereits in vielen Bereichen digitalisiert ist. „Mit Beginn der Pandemie haben wir die Arbeitsprozesse innerhalb weniger Tage neu organisiert“, sagt Dr. Andreas Coenen. „Dies wird auf Dauer einen positiven Effekt auf unsere Arbeit haben.“
Vor Ausbruch der Pandemie konnte jeder dritte Mitarbeiter des Kreises Viersen im Homeoffice arbeiten. Inzwischen steht eine entsprechende technische Ausstattung mit Laptop und Netzverbindung für die Hälfte der Mitarbeiter bereit. Außerdem gestaltete der Kreis die Arbeitszeitmodelle für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch flexibler: „So konnten wir zugleich die Gesundheit der Mitarbeiter besser schützen und sie zudem bei der Kinderbetreuung unterstützen“, erklärt Dr. Andreas Coenen.

Das Homeoffice wurde ergänzt mit dem raschen Ausbau der elektronischen Kommunikation: „Wir haben Chats, Telefon- und Videokonferenzen sowie das Teilen des Bildschirms in die Arbeitsabläufe integriert und damit sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Karl Schippers, Leiter des Amtes für Personal und Organisation.
Auch die Kultur- und Bildungseinrichtungen des Kreises, das Niederrheinische Freilichtmuseum, die Musikschule und die Volkshochschule, haben während der vorgeschriebenen Schließung zahlreiche digitale Angebote wie Lehrvideos oder Online-Kurse für die Besucher geschaffen.