Der Soetelsche Lindwurm nahm Vierscher Wetterflüchtlinge auf

Erstmals zog der närrische Lindwurm eine Stunde später durch Süchteln. Die Zugleitung des Festausschusses Süchtelner Karneval war damit einer langjährigen Bitte der Teilnehmer gefolgt. Kurzerhand war der Zug zudem um Viersener Gruppen ergänzt worden, die am Vortag auf ihren Zug aufgrund des Sturms verzichten mussten.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Viersen-Süchteln – „Soetelsche im Jubeljahr – Wör fiere mit jong und ald seit 60 Joahr“, der Festausschuss Süchtelner Karneval hatte gewohnt und nicht nur in seinem Jubiläumsjahr bereits seit Wochen mit seiner Zugleitung geplant. Reihenfolge, Sicherheit oder eigene Prinzenwagen, viele Hände hatten engagiert mit angefasst um am Rosenmontag den tausenden von Zuschauern ein buntes Bild bieten zu können.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Mehr als 90 Gruppen und Wagen, mehr als 1.400 Teilnehmer im närrischen Lindwurm waren ursprünglich geplant, am Tag nach dem Sturmtief Xanthippe in Viersen hatten sich zudem weitere Gruppen in Süchteln angeschlossen: Die Blau-Wette Jonges, das Fidele Kränzchen Viersen, die Tanzgarde Alt-Viersen oder das Viersener Kinderprinzenpaar – mehr Platz war leider aufgrund des Zeitfensters im Süchtelner Zug nicht möglich. Sie gaben ihr Bestes hinzu, damit der Höhepunkt des Straßenkarnevals in der Weberstadt fröhlich, gemeinsam und friedlich gefeiert werden konnte, zu dessen Start übrigens zeitlich passend der Nieselregen aufhörte.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Rund drei Kilometer schlängelte sich die fast nicht enden wollende Reihe der Jecken durch die Straßen, die in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen ein wenig anders als gewohnt bespielt wurden. Der hervorragenden Stimmung tat dies keinen Abbruch, überhaupt war der Süchtelner Rosenmontagszug von dem besonderen Flair geprägt, welches für die Stadt im Grünen üblich ist.

Ein weiteres Jubiläum fand sich mit den Soetelschen Diven, die mit „15 Jahre Soetelsche Querbeet“ ebenfalls den Zuschauern ein kräftiges „Helau“ entgegenschmetterten und auf keinen Fall vergessen werden die fantastischen Kostüme der Zugteilnehmer, denen man die Liebe zum Detail auf den ersten Blick ansah oder der Panhaswagen der KGTüüt Pott 1925 Süchteln Vorst e.V., der mittlerweile seit mehreren Jahrzehnten im Zug dabei ist.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Auf der Hochstraße warteten geduldig die befreundeten Prinzenpaare gemeinsam mit dem Festausschuss Süchtelner Karneval gut sichtbar erhöht auf einer Bühne auf die zahlreichen Narren, die hier ihre Aufwartung machten und vom jecken Traumpaar Werner Jungblut und Detlef Belk begrüßt wurden, bis sich dann ebenfalls die Süchtelner Tollitäten mit Prinz Josef II. und Prinzessin Inge I. sowie Prinz Ben I. mit seiner Lieblichkeit Mia I. zu ihnen gesellten. Sie waren es, die an diesem Tag erneut bewiesen: „Alt und Jung feiert Karneval mit Schwung“. (ea/Fotos: Martin Häming)

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Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming