1. FC Viersen vs. SC Rahser: Derbytime am Hohen Busch

Sonntag, 13 Uhr, Hoher Busch … das Wetter spielte mit und lockte einige Zuschauer zum Viersener Stadtderby. Die stark gestarteten Rahsiaten (Tabellenzweiter) mussten gegen die Drittvertretung des 1. FC Viersen (Tabellenvierter) ran.

Viersen – Das Spiel begann ruhig, doch das Knistern eines Lokalderbys lag in der Luft und die Stimmung wurde von Minute zu Minute angespannter. Beide Mannschaften standen defensiv gut und nahmen die Zweikämpfe hart an. Es entstanden nur wenige Torchancen auf beiden Seiten, die neu formierte Abwehrkette der Rahsiaten gewann den Großteil der Zweikämpfe und zwang die Viersener zu verzweifelten Distanzschüssen die ihr Ziel weit verfehlten. Die größte Chance ergab sich für die Rahsiaten, als Jens Meuwissen durch einen Konter freigespielt wurde, im Eins-gegen-Eins gegen Viersens Torwart – doch der Schuss verfehlte. Die Stimmung wurde aufgeladener und aggressiver – Halbzeit.

Foto: Rheinischer Spiegel

Auch die Pause sorgte nicht dafür, dass sich die Gemüter beruhigten, im Gegenteil: Kurz nach dem Anstoß eine Grätsche an der Mittellinie, die mit rot hätte geahndet werden müssen. Glück für die Rahsiaten, dass der Schiedsrichter nicht einmal auf Foul entschied. Doch nur zwei Minuten später der Schock: Die linke Defensivseite der Gäste schien für einen Moment zu schlafen und die Viersener konnten durch einen Doppelpass das 1:0 durch Philipp Brombach erzielen. Die Tuspi-Jungs wachten nun scheinbar auf, fingen an offensiver zu werden und auf beiden Seiten wurde es noch „ruppiger“. Viele Fouls, viel Nachtreten und böse Worte, welche jedoch nicht geahndet wurden.

In der 67. Minute setzte sich Benedikt Voll auf halbrechter Seite durch und konnte nur durch ein Foul gestoppt werden. Den anschließenden Freistoß setzte Robin Everschor zwischen das Aluminium und unhaltbar ins Tor der Viersener: 1:1. Nun wurde es rasant und stellenweise turbulent. Es ergaben sich wenige bis gar keine Torchancen, das Spiel wurde härter und unfairer, sodass in der 89. Minute ein Viersener Spieler per Ellenbogencheck Benedikt Voll im Gesicht traf, der benommen zu Boden ging. Da die Situation abseits des Balles war bekam der Schiedsrichter dies nicht mit, wurde erst kurze Zeit später darauf aufmerksam gemacht und informierte sich was geschehen sei, woraufhin er den Viersener Spieler, der bereits ausgewechselt (ohne Anmeldung beim Schiedsrichter) das Feld verlassen hatte, mit der berechtigten roten Karte des Feldes verwies. In der 92. Minute dann noch die Großchance für die Rahsiaten: Ein Freistoß aus dem Halbfeld kam perfekt in den 16er und Sebastian Schinkels stand in der Luft, war jedoch nicht darauf gefasst, dass kein Viersener hochsprang und köpfte den Ball knapp am Gehäuse vorbei. Abpfiff mit einem Endstand von 1:1. (Sebastian Schinkels)