Deutlich weniger Impfstoffmengen als angekündigt – „Verlässlichkeit sieht anders aus“

Statement von Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, zu den Impfstoffmengen für die nordrheinischen Praxen.

NRW – „Wir müssen gerade leider immer wieder erleben, dass bei unseren Ärztinnen und Ärzten deutlich weniger Impfstoff ankommt als angekündigt wurde. Das ist nicht nur ärgerlich für die Praxen, es ist für sie wie auch für das gesamte Impfgeschehen ein verheerendes Signal. Unsere Praxen in Nordrhein sind seit April im Dauereinsatz, um ihren Patientinnen und Patienten ein Impfangebot zu machen – seit ein paar Wochen wird dieser Einsatz aber zusätzlich dadurch erschwert, dass bereits vereinbarte Termine wieder abgesagt werden müssen. Stellenweise können nur mit Mühe und Not Zweittermine eingehalten werden.

So wird es leider nichts mit dem Impfturbo, den die Politik Ende Mai/Anfang Juni starten wollte. An unseren nordrheinischen Arztpraxen liegt es nicht. Sie wollen impfen, können aber nicht. Ohne verlässliche Zulieferungen kann auch in der Wirtschaft kein Unternehmen und kein Betrieb seine Arbeit machen. Bisher steigt die Zahl der Praxen, die sich an der Impfkampagne beteiligen, zwar weiter an: Wir liegen in Nordrhein mittlerweile bei fast 5.400 impfenden Praxen. Wir haben aber die große Sorge, dass unsere niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte anfangen aus der Kampagne auszusteigen, wenn es bei den Impfstoffmengen und -bestellungen weiterhin keine Verlässlichkeit gibt. Das wäre aus unserer Sicht fatal und könnte schwerwiegende Folgen haben. Daher appellieren wir ausdrücklich, dass Zusagen auch eingehalten werden müssen!

Verlässlichkeit sieht anders aus, und die brauchen die Artpraxen in Nordrhein unbedingt – nur so kann das von der Politik ausgerufene Ziel, bis Ende des Sommers die Bevölkerung durchgeimpft zu haben, auch eingehalten werden.“ (opm/paz)

Foto: WiR_Pixs/Pixabay

Ein Kommentar

  1. Richtig.
    In erster Linie gibt es wieder mal Lieferkürzungen bei Biontech.
    Auf der anderen Seite bauschen die Medien immer wieder kleine Störfeuer zu Katastrophen aus: siehe Astrazenica!

    Soll dieser Impfstoff wissentlich schlecht gemacht werden, damit Biontech in den Impffokus gelangt? Schließlich hat die Regierung hunderte Millionen hier reingesteckt, also muss man diesem Impfstoff wohl helfen, um die Markthoheit zu erlangen !?!

    Die anderen Impfstoffanbieter haben nicht diese Kapazitäten, um Biontech markttechnisch überlegen zu sein, sind also keine Gefahr.

    Übrigens, bei ALLEN Impfstoffen sind weltweit Nebenwirkungen / Impfreaktionen, auch schwerwiegende bis tödliche aufgetreten. Doch diese sind keine aufbauschenden Meldungen wert!

    Dubios, sag ich da nur.

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