Deutsche Bahn plant Ausbau des Haltepunktes Odenkirchen

Die Deutsche Bahn AG plant im Rahmen ihrer Modernisierungsoffensive 3 den barrierefreien Ausbau des Haltepunktes Odenkirchen ab 2024. Mit der Sanierung des denkmalgeschützten Bahnhofs in Odenkirchen sollen alle Reisenden einen barrierefreien und leichten Zugang zu Bahnsteigen und Zügen erhalten.

Mönchengladbach-Odenkirchen – Damit verbunden ist der Entschluss der Unteren Denkmalbehörde, das Objekt aus der Denkmalliste löschen zu lassen, da sich aufgrund des völligen Umbaus des Mittelbahnsteigs keine originalen Bauteile des Bahnsteigs, der Bahnsteighalle und der Unterführung erhalten und angemessen in die neue Nutzung überführen lassen. „Eine fehlende Bauunterhaltung über Jahrzehnte, Fäulnis an der Holzkonstruktion, Korrosion sowie vor allem veränderte statische Vorgaben und bahninterne Normen haben zur Folge, den Denkmalschutz zugunsten eines barrierefreien Haltepunkt in Odenkirchen aufzugeben“, erklärte Dr. Karl-Heinz Schumacher, Leiter der Unteren Denkmalbehörde in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Süd. Der Bahnhof in Odenkirchen wird auch noch einmal Thema im Ausschuss für Planung, Bauen und Stadtentwicklung sowie im Kulturausschuss sein.

Für den Ausbau des Haltepunktes sind umfangreiche bauliche Modernisierungen an der maroden Bausubstanz vorgesehen. Neben dem Bau von zwei Aufzügen müssen für eine barrierefreie Zugänglichkeit auch die Bahnsteige um bis zu 50 Zentimeter auf das aktuell notwendige Niveau angehoben werden. Dies bedeutet einen völligen Umbau des Mittelbahnsteigs zwischen den Gleisen 6 und 7.

Im Dezember 2003 hatte die Deutsche Bahn in einer spontanen Aktion mit dem Abriss der am ehemaligen Empfangsgebäude gelegenen Bahnsteighalle begonnen. Die Stadt stoppte damals den weiteren Abriss, seit Januar 2004 ist der Mittelbahnsteig mit Überdachung und Personentunnel als Baudenkmal in die städtische Denkmalliste eingetragen.

2012 musste das durch Vandalismus völlig verwahrloste Empfangsgebäude schließlich einem P+R-Parkplatz weichen. Trotz intensiver Bemühungen widersetzte sich die DB AG bis heute allen Bemühungen und Vorschlägen, die Sanierung des Denkmals in Angriff zu nehmen und führte hierfür die anstehende Umbaumaßnahme ihrer nun aktuell werdenden Modernisierungsoffensive an.