Deutscher Mobilitätspreis 2021 für „SEVAS“ – Kreis Viersen unterstützt mit Daten

Projekt „SEVAS“ des Verkehrsbundes Rhein-Sieg (VRS) wurde mit dem Deutschen Mobilitätspreis 2021 ausgezeichnet. Auch der Kreis Viersen ist gemeinsam mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden Teil der Initiative.

Kreis Viersen – Das diesjährige Wettbewerbsmotto lautete „intelligent unterwegs: Daten machen mobil.“ Über 300 Teilnehmer hatten sich deutschlandweit für den Innovationspreis beworben. Der VRS hat es sich mit der webbasierten Software SEVAS zum Ziel gesetzt, die Routenwahl der Logistikverkehre durch aktuelle, Lkw-relevante Daten zu verbessern und Städte und Gemeinden so vom Schwerlastverkehr zu entlasten. Durch die Beteiligung von insgesamt 31 Kreisen und 396 Kommunen werden wichtige Informationen gesammelt. Dazu gehören Gewichts-, Höhen-, Längen- und Breitenbegrenzungen sowie Durchfahrtsverbote für Lkw. Mithilfe einer Software sowie einer zugehörigen Smartphone-App werden die Daten erfasst, digitalisiert und bereitgestellt.

„Mobilität ist ein brandaktuelles Thema von großer Relevanz. Das betrifft auch Gütertransporte. Überall dort, wo es möglich ist, sollten wir vermeiden, dass die Wege der Lkw durch unsere Wohngebiete oder Innenstädte führen. Das trägt unter anderem zu mehr Sicherheit und Lebensqualität bei. Aus diesem Grund unterstützen wir effiziente und digitale Verkehrslösungen wie diese und freuen uns, dass das Projekt auch deutschlandweit Anerkennung bekommt“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen.
„Ursprünglich als Projekt ‚Mobil im Rheinland‘ im Verbund mit der Metropolregion Rheinland gestartet, hat sich der Kreis seit 2015 als Multiplikator der Initiative eingesetzt und alle kreisangehörigen Städte und Gemeinden ebenfalls zur Teilnahme bewegen können“, erläutert Andreas Budde, technischer Dezernent des Kreises und Leiter des Arbeitskreises Verkehr und Infrastruktur der Metropolregion Rheinland. Über die Eingabe in das SEVAS-System finden die Daten aus dem Kreisgebiet Einzug in den bundesweiten Mobilitäts-Daten-Marktplatz MDM sowie das Portal Open.NRW und gelangen von dort über Navigationssysteme oder mobile Endgeräte direkt in die Führerhäuser der Lastkraftwagen.

Christian Böker, Leiter des Amtes für digitale Infrastruktur und Verkehrsanlagen, ergänzt: „Bereits im Jahr 2016 hat der Kreis im Rahmen des Projekts ein kreisweites Lkw-Vorrangroutennetz entwickelt und mit den kreisangehörigen Kommunen und Nachbarstädten abgestimmt. Dieses Netz soll vorrangig von den Lkw genutzt werden, um insbesondere Lkw-Durchgangsverkehr auf Nebenrouten zu vermeiden.“ (opm/paz)