Die Damen feierten bei der KG Hamm wer net

Mit einem „Highway to Hamm“ lockte die KG Hamm wer net am vergangenen Freitag in das ausverkaufte evangelische Gemeindehaus. Die Damensitzung der Gesellschaft ist nicht nur fester Bestandteil der närrischen Kalender, sie begeistert in jedem Jahr erneut mit einem abwechslungsreichen Programm.
Von RS-Redakteurin Claudia-Isabell Schmitz

Viersen – Der Saalplan glich einem Stadtplan mit passenden Straßen aus dem Hamm und frischen Wegen mit bekannten Namen. Schnell hatten am Freitagabend die Damen ihre Plätze gefunden – ausverkauft konnte die KG Hamm er net mit Stolz verkünden. Die weiblichen Gäste kommen längst nicht mehr nur aus Alt-Viersen, aus der Gesamtstadt und über ihre Grenzen hinaus ist die Damensitzung der Gesellschaft bekannt und beliebt. So konnte Sitzungspräsident Michael Berghausen erfreut seinen Blick über ein gut gefülltes evangelisches Gemeindehaus wandern lassen, in welchem kein einziger Stuhl mehr freigeblieben war.
Männer, bis auf ein paar wenige Ausnahmen, waren an diesem Abend nicht zugelassen und wenn man schon als Mann nicht reinkam, so war es als Liselotte Lotterlappen möglich. Sie, eigentlich eher er, nämlich Joachim Jung, fungierte als Eisbrecher an diesem Abend. Wobei, kühl ging es hier nun wirklich nicht zu. Die Comedy-Dame mit dem Zungenschlag eines Leguans aus Limburg an der Lahn hatte genau das richtige Händchen für die Damen und scheute sich nicht auf Tuchfühlung mit den „Festgänsen“ zu gehen, die Lieselotte mit viel Witz „durch den Kakao“ zog.
Ebenfalls der Auftritt des Viersener Prinzenpaares Rudi I. und Fabienne I. war an diesem Abend ungewohnt anders, schließlich tanzte nicht der Prinz alleine an diesem Abend mit der Garde, an dem die Prinzessin mitsamt der weiblichen Begleitung und einer Abordnung der Möhne gefordert wurde.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Ein weiteres Highlight bot sich den Damen mit dem Auftritt des Hammer Show Express, der einen bunten Querschnitt durch alte und neue Lieder präsentierte. Bereits zu dieser Zeit hielt es längst niemanden mehr auf den Sitzplätzen, die an diesem Abend sowieso meist überflüssig waren. Hierbei lohnt sich zudem ein Blick auf die Historie der Truppe, die vor mittlerweile 21 Jahren von Heinz Hohnen, einer Freizeitgruppe der Conny-Elf und Mitgliedern der Gesellschaft gegründet wurde und im Oktober vergangenen Jahres ihr rundes Jubiläum gefeiert hatten.

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller

Zu den Höhepunkten des Abends gehörte zudem eindeutig die Schlagermafia, die seit 2005 als erste Schlager-Boygroup der Welt tourt. Die beiden eigentlich klassisch ausgebildeten Musiker, Joost Montännar und Torben Sälliwenn, hatten mal den Traum als Party Act möglichst viele Menschen unterschiedlichsten Alters gleichzeitig zum Feiern zu bringen. In Viersen waren sie Partygarant mit einem Programm ohne schlechtes Gewissen und sogar einem pünktlichen Auftritt mit bester Gesundheit, denn auf der Autobahn war ihnen zuvor ein Reifen geplatzt.

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller

Die Bühne übergaben sie ohne Pause an die Fauth Dance Gentlemen, an deren energiegeladenen tänzerischen Auftritt sich kein Unbekannter anschloss. Trompeter, Sänger und Entertainer Bruce Kapusta feiert in dieser Session sein 25-jähriges Bühnenjubiläum. „Bühne ist überall. Selbst im kleinsten Wohnzimmer“, so der Künstler, der einen Mix aus Gesang sowie Trompetenspiel mitbrachte und so vorbereitete auf die zweite Gruppe der Gesellschaft, die an diesem Abend die Bühne stürmte: das Männerballett Les Hammphries, in diesem Jahr rockig mit passenden Armtätowierungen und gekonnter Hebefigur.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Der Abschluss gebührte in diesem Jahr der Mönchengladbacher Band „Dröpkes“, die bereits bei der Prinzenproklamation für beste Stimmung gesorgt hatten und auch sonst auf den Viersener Bühnen ein gern gesehener Gast sind. Gerade erst Anfang des Jahres konnten sie in Mönchengladbach-Hardt die begehrte Auszeichnung des „Joldenen Spönnrads“ entgegennehmen. Ihr Saxofon klang noch nach, als das Bühnenprogramm verstummte, die Party im Saal aber noch lange kein Ende fand. (cs)

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Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming