Die Dülkener Windrose wurde zum leuchtenden Zeichen der Hoffnung

Breits im Juni erstrahlte die Windrose am Dülkener Stadtgarten in einem roten Licht. Ein Hilferuf, denn die Corona-Pandemie entzog einem riesigen Wirtschaftszweig die Arbeitsgrundlage und die Pleitewelle hat ihr Ende noch nicht gefunden. An diesem Wochenende dagegen machten grüne Laserstrahlen am Himmel auf sich aufmerksam – Grün wie die Hoffnung.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Viersen-Dülken – In diesem Jahr erlebt die Welt ein Szenario, welches gerne Thema von Endzeit-Filmen war, aber mit der Wirklichkeit nicht gerechnet wurde. Corona hat die Wirtschaft und das Leben lahmgelegt, ist nicht nach einigen Wochen wieder verschwunden, sondern wird die Welt weiterhin begleiten. Praktisch über Nacht war durch die behördlichen Auflagen während der Corona-Krise einem riesigen Wirtschaftszweig die Arbeitsgrundlage entzogen worden.

Mittlerweile droht der Veranstaltungswirtschaft eine riesige Pleitewelle mit unabsehbaren Folgen für den Arbeitsmarkt und die kulturelle Vielfalt. Während mittlerweile die ersten kleineren Veranstaltungen wieder stattfinden dürfen und auch die Messelandschaft nicht von der Verlängerung des Verbots von Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober betroffen ist, ist immer noch ein großer Teil der Branche vom Aussterben bedroht – hinzu kommt, dass die ersten Künstler bereits Insolvenz beantragen mussten.

Hoffnung ist während dieser Tage ein Gefühl, welches nur noch als kleine Flamme lodert und deshalb ist es umso wichtiger daran zu erinnern, dass die Menschheit schon viel überstanden hat. Dass die Welt gerade in einem solchen, schweren Moment nicht aufgeben darf. An der Dülkener Windrose setzte LaserArt by BB eventure aus Nettetal in Zusammenarbeit mit der NEW AG deshalb an diesem Wochenende ein Zeichen.

Eine Installation aus grünen Laserstrahlen sorgte für Aufmerksamkeit, die von der Windrose aus unter anderem St. Cornelius in Dülken, den Fernmeldeturm der Süchtelner Höhen oder die Turmspitze von St. Remigius erreichte. Mit dem Kunstprojekt, welches mit statischen Laserbeams gestaltet wurde, wollten die Initiatoren in dieser schweren Zeit gemeinsam ein Zeichen der Hoffnung setzen – ein leuchtendes Symbol, welches weithin zu sehen war. (ea)

Eine Installation aus grünen Laserstrahlen sorgte für Aufmerksamkeit, die von der Windrose aus unter anderem St. Cornelius in Dülken, den Fernmeldeturm der Süchtelner Höhen oder die Turmspitze von St. Remigius erreichte. Foto: Rheinischer-Spiegel/Martin Häming