Die Hoseria machte blau und vergab ihr begehrtes „Goldenes Vierscher Herz“

Umrahmt von einem bunten Programm verlieh die Karnevalsgesellschaft Hoseria 1950 e. V. ihr goldenes Vierscher Herz an Wolfgang Genenger.

Viersen – Das Viersener Prinzenpaar durfte natürlich nicht fehlen im Ev. Gemeindehaus, als auch in diesem Jahr das „Goldene Vierscher Herz“ einen neuen Träger fand. Begleitet von der Prinzengarde waren die Vierscher Narren mit Föhnfrisur und Dauerwelle natürlich zur Stelle um dem neuen Herzträger die Ehre zu erweisen. Ihnen taten es das Boisheimer Prinzenpaar und die Brüggener Prinzessin gleich. Dieser ist in diesem Jahr kein Geringerer als Wolfgang Genenger der jedem Jecken bekannt sein dürfte. Genenger selbst war 1977 Kinderprinz Wolfgang III. und 2002 mit seiner Frau das Viersener Stadtprinzenpaar Wolfgang II. und Steffi I. Der neue Herzträger ist Vorsitzender der Karnevalsgesellschaft Roahser Jonges, bei den Schützen aktiv, als St. Martin und Nikolaus  unterwegs sowie seit 24 Jahren für die CDU im Rat der Stadt Viersen tätig.

Seine Laudatio hielt bewegt und mit viel Herz Ki Ka Kai a-Präsident und diesjähriger Boisheimer Prinz Marko Dillikrath, während die Boisheimer dazu für Wolfgang Genenger direkt ihren Leuchtturm mitgebrachten hatten. ‚Ein Leuchttum, für einen Leuchtturm im Ehrenamt, im Karneval, im Brauchtum‘, fassten die Herzträger auf der Bühne zusammen. Für den neuen Herzträger, der von der Rahser Prinzengarde auf die Bühne begleitet wurde, hatten sich auch die Roahser Wibbels etwas einfallen lassen, die für die Herzverleihung aus dem schönen Rahser eingeflogen waren.

Eine besondere Ehrung wurde ebenfalls Christoph Fritz zuteil. Mit seiner Lieblichkeit war er 1974 Prinz der Narrenherrlichkeit, feiert sein 4 x 11-jähriges Prinzenjubiläum, war viele Jahre Sitzungspräsident der KG Hoseria und ist seit 1985 Ehrensenator eben dieser. Sitzungspräsident Peter Hillekes, selbst vor sieben Jahren Prinz in Viersen, war sichtlich gerührt als er zum ersten Mal die Ehrenplakette der Gesellschaft vergeben durfte.

Mit den neuen Ordensträgern feierten die Karnevalisten bis spät in die Nacht, sangen, tanzten und machten sich ein bisschen Freud.
Begleitet wurde der Abend der Hoseria unter dem Sessionsmotto „Hoseria macht blau“ von ‚Et Röschen von de Hardt‘, mit engelsgleichem Heiligenschein und ein paar Gramm zu viel wie sie selber in ihrer Büttenrede, begleitet von lauten Lachern, in den Saal warf. Adam und Eva nahm sie dabei ebenso aufs Korn wie den Märchenprinzen, und ihre Erfahrungen als duftende Seife auf der Suche nach einem alten Waschlappen zwecks gemeinsamen Badewannenerfahrungen, die dann im Wasserbett Marke totes Meer sowie Lack und Latex endeten. Dazwischen überbrückte der ‚fabulöse Roland‘ mit bekannten Liedern zum Mitsingen, bevor dann die Partyband ‚Landeier‘ mit strahlender Pyrotechnik als Mitglieder der unfreiwilligen Feuerwehr mit Deutschlands erstem geprüften Polonesenanführer eine saalweite schunkelnde Menschenschlange starteten.

Den zweiten Teil des Abends, der leicht über eine halbe Stunde verspätet begann gehörte der kölschen Big Band ‚de Bajaasch‘. Ihrem Namen, der von der ‚buckligen Verwandtschaft‘ abstammt, die spontan vor der Türe steht und das Haus auf den Kopf stellt, machten sie alle Ehre mit einer frischen Performance, bei der sie dann die Tradition aufgriffen und das Ev. Gemeindehaus durcheinander wirbelten.

Mit der Trompete von Lutz Kniep und dem Gentlemen Ensemble der Fauth Dance Company endete der Galaabend der Hoseria, der auch ohne Bühnenprogramm im Vorraum nur schwerlich in gemütlichen Runden und einem gewohnten Schnack ein tatsächliches Ende fand. (dt)

Foto: ik