Die KKG Dülken lud die Damen zum Tanz

Schon weit im Voraus hatte die Damensitzung der KKG Dülken 2011 e. V. ihre Schatten voraus geworfen, die Plätze im Kolpinghaus waren gut besetzt. Nicht überraschend, lockte die Gesellschaft doch mit ihrem ganz eigenen närrischen Stil.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Viersen-Dülken – Mit Freundinnen ein paar karnevalistische Stunden erleben, von selbstgemachtem Karneval bis hin zu geladenen Künstlern, dafür steht die KKG Dülken, wenn sie zu ihren beliebten Veranstaltungen einlädt. So hatten sich die Damen aus der Region den Termin der ersten Damensitzung der Gesellschaft fest im Kalender eingetragen und waren gerne im Kolpinghaus am Samstag zusammengekommen. Sitzungspräsident Ingo Brietzke war die Freude der vollbesetzten Plätze anzusehen.

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller

Viel vorbereitet hatten die Mitglieder der KKG Dülken, die zunächst den Dülkener Prinzen, Paul I., auf der Bühne, wohl ganz ohne kränkelnde Prinzessin, auf der Bühne begrüßen durften. Doch auch ohne „bessere Hälfte“ brachte er royales Flair und eine Einladung zum Warmschunkeln mit, während draußen der Schnee lag und die Kälte zunahm. An die närrische Tollität schlossen sich die KKG-Frauen mit ihrem Medley an, begleitet von begeistertem Beifall, der auch bei den Viersener Mispelblüten nicht abriss, die in bunten Kostümen als Cowboy oder Indianer die Bühne eroberten.

Danach zwar nichts fürs Auge, aber für die Stimmbänder mit Huddel & Brass, die mit dem Partysong „Ale Ale Aleksandra“ bekannt wurden. Der Song, der im Original aus der polnischen Musikszene stammt, erreichte mehr als 40.000.000 YouTube Views und gehört heute zu einer guten Party eigentlich fast immer dazu. Die zwei Sänger brachten die Stimmung im Saal zum Kochen, perfekt für die Roahser Wibbels, die mit einem Tagesvisum, so wird es getuschelt, über die Grenze von Viersen nach Dülken durften.

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller

Das die Männertanzgruppe nicht mehr nur in Viersen gefragt ist, das zeigen Auftritte bis hin nach Goch oder hervorragende Platzierungen bei ihren ersten Tanzturnierteilnahmen. Warm geschunkelt und geklatscht hatten sich zu diesem Zeitpunkt alle weiblichen Gäste die dann eine Tanzpause mit DJ Otto Wunderbar aus den Niederlanden einlegen konnten. Partykracher und Schlagerhits wehten bis tief ins Dülkener Ei, wurden abgelöst von einer Tanzdarbietung der KKG-Männer, die an diesem Abend eindeutig den Preis für den schönsten Bauchspeck erhielten.

Da konnte auch das Boisheimer Prinzenpaar mit seiner Begleitung nicht mithalten, die sich einen Besuch zu später Stunde nicht entgehen lassen wollten. Die weiteste Anreise jedoch hatte eindeutig die Schlussnummer der gelungenen Sitzung mit Sang und Klanglos. 2001 gegründet ist die Cover-Band mittlerweile bekannt nicht nur auf den jecken Bühnen und begeistert mit einem Programm in kölnischen, rheinischen und niederländischen Tönen. Die Leidenschaft zur Musik der beiden Frontmänner Guido Meurers und Thomas „Tom“ Schiepers schwappte schnell über auf die Gäste, die nur ungern ein Ende des erfolgreichen Abends fanden. (nb)

Foto: Rheinischer Spiegel/Joachim Müller