Die Lobbericher Jecken ließen sich nicht vom Sturmtief Xanthippe beirren

„Kein Zauber ist so schön, wie mit euch durch Nettetal zu zieh’n.“ – Hunderte von Karnevalisten hatten sich warm eingepackt und die Regenponchos herausgeholt. Sie alle wollten dabei sein, wenn Stadtprinzessin Silvia I. in einem rosa High-Heel-Wagen durch die Straßen zieht. 
Von RS-Redakteur Dietmar Thelen

Nettetal-Lobberich – Das Sturmtief Xanthippe war zu Besuch gekommen, als Lobberich laut das Sessionsmotto der Prinzessin „Seid jeck und habt das Herz am rechten Fleck“ in den Himmel rief. Obwohl der Gast ungebeten und ungewollt war, die Lobbericher waren gastfreundlich und ließen Xanthippe einfach mitfeiern.

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

Diese ließ sich auch von den Karnevalsliedern nicht abschrecken, die die zahlreichen Karnevalisten schunkelnd in den Himmel stießen, wenn es auch weniger waren ohne den strahlenden Sonnenschein. Da in den umliegenden Städten und Gemeinden einige Züge abgesagt worden waren, hatten sich viele Jecken aufgemacht um in Lobberich dabei zu sein und ergänzten so die Lücken, die durch den Regen entstanden waren.

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz

Paradiesvögel, Froschkönige, wandelndes Popcorn und sogar die Familie Feuerstein trotzten gemeinsam mit den Jecken am Straßenrand im närrischen Lindwurm dem Wind. Sie kamen nicht nur aus Nettetal selbst, denn aus den Tulpensonntagszuglosen Städten hatten sich gerne Gruppen und Wagen angeschlossen.

Ebenso bunt wie die Teilnehmer im Zug stellte sich ebenfalls das Wurfmaterial dar, denn nicht nur „Blombenzieher“, auch Zwiebeln, Apfelsinen oder Tulpen fanden Platz in den Sammeltaschen. Mit bester Stimmung wurde nach der Feuerwehr, die den Abschluss des närrischen Lindwurms bildete, auch Xanthippe wieder verabschiedet – und mit Petrus direkt verabredet, dass er im nächsten Jahr nicht die große Schwester zu Besuch schickt. (dt)

Weitere Eindrücke des Tulpensonntagszuges in Lobberich gibt es auf facebook.com!

Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz
Foto: Rheinischer Spiegel/Rita Stertz
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