Die „Soetelschen Marktbesucher“ schnacken jetzt vorbildlich mit Mundschutz

Im Süchtelner Stadtgarten stehen die „Soetelschen Marktbesucher“ bereits seit 2004 und unterhalten sich stetig über ihren Einkauf, vielleicht aber auch über aktuelle Nachrichten. Damit sie sich nicht mit den aktuellen Corona-Viren anstecken, hat ein Unbekannter sie und ebenfalls die „Sprechenden Bürger“ an der St. Clemens-Kirche nun mit einem bunten Mundschutz ergänzt.
Von RS-Redakteurin Ebru Ataman

Viersen-Süchteln/Sehenswürdigkeit – Sie entstammen der künstlerischen Arbeit der Bildhauerin und Installationskünstlerin Christel Lechner, die „Soetelschen Marktbesucher“, die im Süchtelner Stadtgarten bereits seit 2004 ein beliebtes Fotomotiv sind. Regelmäßig bleibt jemand stehen und stellt sich für ein Foto hinzu, denn die Betonfiguren sind gefragt.
Bestehend aus Styropor mit Ton ummantelt, wurde in 2015 eine der drei Figuren durch eine Explosion beschädigt. Korb, Kopf sowie Teile des Körpers waren zerstört, die Figur wurde später durch die Künstlerin restauriert.

Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming

Ursprünglich sollten die Figuren auf dem Lindenplatz aufgestellt werden, doch die großen Figuren waren zu mächtig und fanden deshalb ihren Platz in dem heutigen Stadtgarten Süchteln – ein ganzes Stück weg von der ursprünglichen Intention. Die Alltagsmenschen-Figurenfamilie Christine, Tünn und Anne waren als Wochenmarktbesucher geplant worden – ähnliche Werke stehen auf Plätzen in Iserlohn oder Witten.
Der aktuelle Standplatz jedoch hat so gar nichts mit einem Markt zu tun, denn das Gebiet war von 1837 bis 1888 ein Friedhof. Erst im Jahre 1918 wurde der Bereich zu einem Park mit Springbrunnen und dann später, 1930, zu einem Stadtgarten umgewandelt.

Damit sie aber auch während der aktuellen Conona-Krise weiterhin ihr Gespräch führen können, wurde sie nun von einer helfenden Hand mit einem passenden Mundschutz ausgestattet. Der oder die Unbekannte ließ es sich zudem nicht nehmen die „Sprechenden Bürger“ an der St. Clemens-Kirche ebenfalls mit einem Mundschutz auszustatten. Sicher ist, dass sie jetzt erst recht wieder ein begehrtes Fotomotiv sein werden. (ea)

Foto: Michael Jahnes

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Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming
Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming
Foto: Rheinischer Spiegel/Martin Häming