Kreispolizeibehörde Viersen kämpft gegen steigende Taschendiebstähle

Die Kreispolizeibehörde Viersen kämpft zurzeit gegen steigende Taschendiebstähle. Trotz Pandemie, geschlossener Geschäfte und leerer Innenstädte sind Taschendiebe nunmehr in besonderem Maße in Lebensmittelgeschäften aktiv.

Kreis Viersen – In den Monaten Januar und Februar dieses Jahres lag die Anzahl der gemeldeten Fälle mit bis zu 50 Prozent deutlich unter denen des Vorjahres. Dieser positive Trend setzt sich leider im März nicht fort, hier wurde mittlerweile der Vorjahreswert erreicht. Diese Zahlen sind insofern beunruhigend, weil die Taten trotz vieler geschlossener Geschäfte und trotz eines gestiegenen Bewusstseins der Bevölkerung für die Notwendigkeit des Abstandshaltens stattfinden. Sinkende Neuinfektions- und Inzidenzzahlen geben nun Anlass zu der Hoffnung, dass bald Lockerungen und damit verbunden auch Geschäftsöffnungen bevorstehen. Das Verhalten, das Menschen bisher bei Lockerungen gezeigt haben, deutet darauf hin, dass Öffnungen zumindest in den Anfangszeiten viele Leute anziehen werden. Die Geschäfte und Innenstädte werden voll sein. Die Gefahr ist groß, dass daraufhin auch die Zahl der Taschendiebstähle weiter zunehmen wird.

Im letzten Jahr sind im Kreis Viersen rund 400 Taschendiebstähle angezeigt worden, deutlich mehr als im Jahr 2019. Und auch hier wurde deutlich: Je größer die Corona-Lockerungen waren, umso mehr Taschendiebstähle wurden begangen. Die polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) klärt hier: https://www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/aktuelles/detailansicht/nach-diebstahl-karte-sperren-lassen/ über häufige Vorgehensweisen von Taschendieben auf und gibt Hinweise, wie man sich sinnvoll davor schützen kann./YF (388/Polizei Viersen)

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