Die „Viersener Schatzkammer“ zeigt zum Stadtjubiläum Kunst aus fünfzig Viersener Haushalten

Hundert Kunstwerke aus fünfzig Viersener Haushalten präsentiert seit Sonntag die Städtische Galerie im Park passend zum Viersener Stadtjubiläum. Moderne Kunst trifft hier auf Ölgemälde und schafft so eine bunte Mischung, die in jedem Raum erneut zum Verweilen einlädt.
Von RS-Redakteur Claudia-Isabell Schmitz

Viersen – Wochenlang hatte sich Bilder, Zeichnungen und Skulpturen bereits im Voraus zur Eröffnung der neuen Ausstellung „Viersener Schatzkammer“ in den Räumen der Städtischen Galerie im Park gesammelt, bis dann endlich alle Erinnerungen und Schätze ihren passenden Platz an den Wänden oder im Raum gefunden hatten. Zum 50 Stadtjubiläum sollte es schließlich eine Ausstellung werden, die ein facettenreiches Bild aus fünfzig Viersener Haushalten präsentiert.

Mehr als 200 Vorschläge waren eingegangen, nachdem unter dem Motto „Ein Platz für Ihren Schatz“ dazu aufgerufen worden war einen ganz persönlichen Beitrag einzureichen. Mit jedem Stück verbindet ein Viersener etwas Besonderes und so unterschiedlich diese Verbindung ist, so unterschiedlich sind ebenfalls die Stücke, die nun ausgestellt werden. Manchmal kostbar, manchmal skurril, manchmal selten – jedes Werk für sich ein ganz eigener Schatz und mit der kleinen Geschichte des Leihgebers versehen.
Dabei hat jedoch nicht jedes ausgestellte Kunstobjekt etwas direkt mit Viersen zu tun, auch wenn einige von Viersener Künstlern geschaffen wurden.

Foto: Rheinischer Spiegel

So lockt einer von Anatols Wächtern, die sonst im Casinogarten in einem Kreis schützend einen Stein mit Kind bewachen, in einer etwas kleineren Ausführung ebenso wie ein Schrank von Michael Growe oder eine Pferdeplastik, geschaffen durch den 1961 verstorbenen Bildhauer Richard Kuöhl, der auch als „Architekturplastiker“ bezeichnet wurde.
Ebenfalls Lambert Maria Wintersberger kann die Ausstellung seines Werkes mit tiefroten Fingernägeln nicht mehr begleiten, zumindest jedoch Peter Nagel hätte dabei sein können, als sein kopfloses Nilpferd bestaunt wurde.

Ursprünglich sollte die facettenreiche Ausstellung, an der sich die verschiedenen Stile nachbarschaftlich die Hand reichen, passend zum Stadtjubiläum fünfzig Werke umfassen. Nachdem sich jedoch mehr als siebzig Haushalte um einen Platz mit über 200 Exponaten beworben hatten, fiel die Auswahl so schwer, dass kurzerhand das Konzept verdoppelt wurde. Dabei sind zudem nicht nur Werke bekannter Maler oder Bildhauer zu sehen, auch Pierre Brice hat sich einmal künstlerisch betätigt. Ganz besondere Schätze sind allerdings die, die nicht im ersten Moment auffallen, so wie eine kleine Zeichnung, die Brigitte Harkema einreichte. Gestaltet von ihrem Sohn Jelmer und die zu den ganz persönlichen, unbezahlbaren Stücken dieser Ausstellung zählt. (cs)

Foto: Rheinischer Spiegel

Am Dienstag, 4. Februar, gibt es eine Kurzführung durch die Ausstellung in der Mittagspause. Der „Kunstimbiss“ findet von 13 bis 13.30 Uhr statt. Am Sonntag, 16. Februar, bietet die Galerie im 11 Uhr eine Führung an.

Zu sehen ist die „Viersener Schatzkammer“ bis zum 15. März 2020. Die Städtische Galerie im Park öffnet dienstags bis samstags von 15 bis 18 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr. Am Tulpensonntag, 23. Februar, bleibt die Galerie geschlossen. Der Eintritt ist frei.


Städtische Galerie im Park: Viersener Heimat der Kunst