Digital Natives – sind sie wirklich im Vorteil?

Das Bild von älteren Mitbürgern, die sich beim Umgang mit dem Laptop oder mit dem Tablet schwertun, ist veraltet. Heute ist es egal, wie alt man ist oder wie es mit der bisherigen Erfahrung, was die Technik anbelangt, aussieht.

Service – Wer Kontakt halten will, vor allem generationenübergreifend, der muss sich der Technik anpassen und nicht länger den Versuch unternehmen, sein Umfeld um etwas Nachsicht zu bieten.
Technik wird dank kluger Interfaces immer einfacher zu bedienen. Vor allem elektronische Konsumgüter erlauben in der Regel eine intuitive Bedienung, sodass nicht einmal mehr die Betriebsanleitung zurate gezogen werden muss.
Gerade deswegen stellt sich die Frage, ob die sogenannten Digital Natives tatsächlich noch im Vorteil sind, oder ob sich die Hürden, die sich jedermann bei der Benutzung neuer Technik präsentieren, angeglichen haben?

Gewiss ist es so, dass diejenigen, die bereits von klein auf den Umgang mit Technik erlernen, dieser weniger skeptisch gegenüberstehen. Digital Natives versuchen Probleme direkt mithilfe der Technik zu lösen, während andere Generationen in der Regel noch nach konservativeren Lösungsansätzen suchen.

Foto: fancycrave1/Pixabay

Gewisse Hürden bleiben bestehen

Die Technologie wird immer vielseitiger, sodass vor allem aus beruflicher Sicht immer mehr ein gewisses Spezialwissen gefragt ist. Die korrekte Nutzung eines PCs, eines Smartphones oder eines Smart-TVs gehört mittlerweile zur Allgemeinbildung. Anders sieht es allerdings aus, wenn es darum geht, spezielle Programme zu nutzen oder Dinge selbst zu programmieren. Auch wenn ältere Generationen oftmals der Meinung sind, dass die Digital Natives wahre Wunderkinder sind, was die Technologie angeht, so ist das nicht der Fall.

Ein Beispiel hierfür ist die Gestaltung von Websites. Auch das wurde in den letzten Jahren deutlich vereinfacht, sodass heute praktisch jeder binnen weniger Stunden eine ansprechende und moderne Seite gestalten kann. Was allerdings noch nicht leicht von der Hand geht und wo auch Digital Natives ihre Probleme damit haben, das ist die Optimierung der Seite, sodass diese Besucherzahlen generiert und eine gewisse Reichweite hat.

Es ist mit dem Schreiben eines Romans zu vergleichen. Wer das nötige schreiberische Talent mitbringt und bereits zu Hause ein fertiges Manuskript bereitliegen hat, der darf nicht damit rechnen, dass sich im Anschluss direkt der passende Verleger findet und dieser einem zum gewünschten großen Erfolg verhilft.
Was beim Roman der erfahrene Verleger ist, dass kann im Fall der eigenen Website ein Team erfahrener Profis sein. Dieses hat die Mitglieder, die über das benötigte spezielle Wissen verfügen und genau wissen, wie sich die Website optimieren lässt oder wie man auf Kampagnen aufmerksam macht.

Hier macht es keinen Unterschied, ob man bereits seit seiner Kindergartenzeit einen Rechner nutzt oder erst mit der Gründung seines Unternehmens damit begonnen hat, elektronische Hilfsmittel zu nutzen – es braucht einen Partner an der Seite, der in Kürze die Dinge und das Wissen bereitstellen kann, die benötigt sind, um den Erfolg herbeizuführen.

Die Unterschiede, was die Technikaffinität von Jüngeren und Älteren angeht, werden geringer. Auch Senioren hören heute gerne lokale Podcasts oder lesen die Nachrichten online. Das ist auch gut so, schließlich sollte jeder von den Vorteilen, die moderne Technologie mit sich bringt, profitieren können. Außerdem kann die Technik damit zu einem entscheidenden Bindeglied zwischen den Generationen werden und den Dialog, der heute wichtiger denn je ist, anregen. (opm/paz)

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