Digitalfunk-Basisstation an der Feuerwache in Dülken hält Grenzwerte ein

Rund um das Dülkener Feuerwehrgebäude wurden vermehrt Flugzettel verteilt, mit welchen vor den Funkwellen der neuen Digitalfunk-Station gewarnt und über die Gesundheitsstörung der „Elektromagnetischen Hypersensibilität“ informiert wird. 
Von RS-Redakteurin Nadja Becker und Leo Dillikrath

Viersen-Dülken – Stetig sind wir Menschen von elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern umgeben. Tatsächlich erzeugt selbst unser eigener Körper elektrische Felder und die Schule lehrt, dass zu den natürlichen Magnetfeldern das Erdmagnetfeld zählt. Anders sieht es bei Mobilfunk, WLAN, Rundfunk und Radar aus, wodurch künstliche hochfrequente elektromagnetische Felder erzeugt werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) geht davon aus, dass etwa ein bis zwei der Bevölkerung in Deutschland diese Magnetfelder spüren können.

Bei der „Elektromagnetischen Hypersensibilität“ handelt es sich um eine Gesundheitsstörung, bei der die Betroffenen von Kopfschmerzen, Herzrasen, Schlafstörungen oder Übelkeit berichten. Als Krankheit ist diese Sensibilität in Deutschland nicht anerkannt, denn laut Bundesamt für Strahlenschutz und Weltgesundheitsorganisation konnte bisher nicht nachgewiesen werden, dass die Strahlung die Ursache der Beschwerden ist.

Nun sorgt die Aufstellung einer Digitalfunk-Basisstation an der Dülkener Feuerwehr für Aufruhr. Flyer und Auszüge aus Arztberichten wurden im Umfeld verteilt, mit welchen über gesundheitliche Beschwerden informiert wird. Auf Nachfrage informiert das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW, dass die vorgegebenen Grenzwerte eingehalten wurden.
„Die Autorisierte Stelle des Landes NRW (AS-NW) errichtet die Infrastruktur für eine Digitalfunk-Basisstation am Standort der Feuerwache Viersen-Dülken. Die Bundesnetzagentur sichert die Einhaltung der einschlägigen Grenzwerte mit der sog. Standortbescheinigung gemäß der ‚Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV)‘“, so eine Sprecherin des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW. „Diese Bescheinigung liegt der AS-NW vor. Die Auswahl geeigneter physikalischer Größen und die Festlegung ihrer Grenzwerte erfolgt u. a. unter Berücksichtigung der Bundes-Immissionsschutzverordnung (26. BImSchV) und auf Basis des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG). An diese Vorgaben haben sich Betreiber und Nutzer von Funkanlagen zu halten.“ (nb/dt)

Rund um das Dülkener Feuerwehrgebäude sind vermehrt Flugzettel aufgetaucht, mit welchen vor den Funkwellen der neuen Digitalfunk-Station gewarnt und über die Gesundheitsstörung der „Elektromagnetischen Hypersensibilität“ informiert wird. Foto: Rheinischer Spiegel/Leo Dillikrath

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