Doro Pesch bot Heavy Metal, Heavy Tango und feierte ihre Fans

Über 35 Jahre Bühnenerfahrung und kein bisschen leiser. Doro Pesch begeisterte im Mönchengladbacher Sparkassenpark nicht nur einfach die Besucher, vielmehr bot die Düsseldorferin ihren Fans eine grandiose Liebeserklärung.
Von RS-Redakteurin Nadja Becker

Mönchengladbach – Ihre Kleidung mag schwarz sein und die Klänge der Band, passend zum Konzert manchmal hart und düster, doch garantiert trägt Doro Pesch den Sonnenschein im Herzen. In der vergangenen Woche feierte sie auf der Bühne nicht nur einen furiosen Auftritt beim Strandkorb-Open-Air, sie war ihren Fans nahe wie lange nicht mehr während des langen Lockdowns. Ihr Lachen wirkte vom ersten Moment an so ansteckend, dass sich niemand jemand dem mitreißenden Feeling entziehen konnte.

Foto: Maris Rietrums

Vom ersten Moment an nahm die gebürtige Düsseldorferin ihre Fans mit, fügte sie nahtlos ist das Programm ein, als ob es nie anders gewesen sei. Die dröhnende Musik nahm jede noch so schwer erreichbare Ecke des Sparkassenparks ein, animierte zum Mitsingen. Längst hielt es niemanden mehr auf seinem Platz, begeisterterer Jubel vermischte sich mit wohl bekannten Heavy-Metal-Klängen, übertönt nur noch von der rauchigen Stimme der 57-Jährigen, die sie so berühmt gemacht hat.

Foto: Inge Kroese

Mit einem fast schier unaufhörlichen Enthusiasmus rockt sie die riesige Fläche, spricht ihre Fans immer wieder an, bedankt sich für den beeindruckenden Empfang und schenkt vielen einen langersehnten Traum, als sie plötzlich die Tür öffnet für Wunschsongs derer, die seit Jahrzehnten der charismatischen Sängerin lauschen. Da durfte es sogar Metal Tango sein, ihre internationale Band zog gekonnt und stilsicher mit. Ihre blonden Haare wehten fast mystisch, während Schlagzeuger Johnny Dee mit seinem beeindruckenden Schlagzeugsolo die Herzen höher schlagen ließ. Für viele der Hauch einer Erinnerung an vergangene Zeiten, die nie in Vergessenheit geraten.

Foto: Maris Rietrums

Mit „We are all, all we need“ bebte die Erde und der Himmel zog düster zu. Ehrfürchtig wirkend fiel bis nach dem Konzert jedoch kein Regentropfen, fast als wollten die Wolken selbst lieber der Musik der dunklen Herrscherin fröhnen, die eigentlich auch nach zwei Stunden nur ungern ein Ende fand. Der Abschluss fast wehmütig, denn nicht nur die Fans hätten weiter feiern können und wollen, auch Doro selbst fiel der Abschied sichtlich schwer, hatte sie die Strandkorb-Besucher doch fest in ihr Metal-Herz geschlossen. (nb)

Foto: Inge Kroese