Drahtseile aus Viersen in alle Welt

Traglasten bis mehrere tausend Tonnen, im Einsatz auf hoher See: Das ist unter anderem das Fachgebiet des Unternehmens Drahtseile Gebrüder Henschel GmbH in Viersen.

Viersen – Henschel-Produkte kommen vor allem in der Schiffsindustrie und bei großen Kränen zum Bewegen von schwersten Lasten zur Anwendung. Nun will das Unternehmen einen weiteren Schritt in die digitale Zukunft gehen: Henschel hat mit Unterstützung durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Kreis Viersen die Bewilligung eines Zuschusses aus dem Programm „Digital.Jetzt!“ des Bundeswirtschaftsministeriums erhalten.

Drahtseile Gebrüder Henschel GmbH gehört zu den weltweit führenden Herstellern von Anschlagseilen. Dabei handelt es sich eigentlich um eine kleine Firma mit nur zwölf Mitarbeitern. 1962 in Düsseldorf gegründet, ist das Unternehmen seit 1976 in Viersen ansässig und hat sich von hier aus einen Namen gemacht in der Welt der Schwerlastindustrie. „Wir produzieren Hebemittel aus Drahtseilen, in einer Stärke von zwei bis über 300 Millimeter Durchmesser“, sagt Geschäftsführerin Gabriele Henschel, „in Einzelfertigung nach Wunsch des Kunden.“
Jetzt will das Unternehmen die Schritte der Digitalisierung vorantreiben. „Aber für unsere speziellen Anforderungen gibt es solche Programme nicht von der Stange“, sagt Gabriele Henschel. Deshalb habe man sich entschieden, ein auf die Prozesse des Unternehmens zugeschnittenes Programm entwickeln zu lassen. Ein aufwändiges und teures Verfahren.

Das Unternehmen Drahtseile Gebr. Henschel GmbH aus Viersen liefert Drahtseile in alle Welt: (v.l.) Geschäftsführerin Gabriele Henschel, Prokurist Eric Kaiser und der Kaufmännische Geschäftsführer Alexander Freitag. Foto: Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Viersen mbH

Der Fördermittelberater der WFG, Armin Möller, habe sie ermutigt, diesen Schritt zu gehen, sagt Gabriele Henschel. Er habe sie im Verfahren beraten, mit dem das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie kleine und mittlere Unternehmen unterstützt, um in digitale Technologien sowie in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu investieren. „Damit werden wir in der Lage sein, unseren Kunden einen besseren Service digitaler Art bieten zu können. Durch die geplante Investition wird in unserem Unternehmen der wesentliche Grundstein gelegt, um in Zukunft weitere Digitalisierungsschritte vornehmen zu können“, sagt Gabriele Henschel.

Fragen zu Förderprogrammen von Land, Bund oder EU? Ansprechpartner für Unternehmen ist der Fördermittelberater der WFG Kreis Viersen, Armin Möller. Er ist erreichbar unter Tel. 02162 / 8179106 oder per E-Mail: armin.moeller@wfg-kreis-viersen.de. (opm/paz)