Drei Jahre Haft für sexuellen Missbrauch an Grundschülern

Zu drei Jahren Haft verurteilte das Mönchengladbacher Schöffengericht in der vergangenen Woche einen 74-jährigen Viersener. Den sexuellen Missbrauch von drei Grundschülerinnen und einem Jungen sah das Schöffengericht Mönchengladbach als erwiesen an, als der Urteilsspruch fiel. 

Viersen – Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft neun Monate mehr gefordert, mit Blick auf das Alter und den Gesundheitszustand des Angeklagten umfasste das Urteil jedoch drei Jahre Haft.
„Zu wenig“, tuschelte es nach der Verhandlung auf dem Flur, als die Eltern der auch rund zehnjährigen Opfer und Zuhörer ihrem Unverständnis Luft machten. Schon während der Verhandlung kam es immer wieder zu Unruhe und ebenfalls die Staatsanwaltschaft fand klare Worte zu dem untragbaren Verhalten des 74-jährigen Rentners.
Die Taten haben in dem Zeitraum von Mitte 2015 bis Mitte 2016 stattgefunden, insgesamt wurden dem Viersener elf Fälle zur Last gelegt. Dabei soll der Angeklagte seine Opfer unsittlich berührt haben, dabei ein Fall im Bereich der Körperverletzung und Nötigung. Mit Geldgeschenken und Geld hätte er die Kinder gelockt, die dem Rentner in seine Wohnung folgten und die zu den Taten verhört wurden. Bis auf die Tat mit dem Jungen, gab der Angeklagte die Taten zu. Dem entgegen stand die Aussage der Polizei und die Aussage des männlichen Opfers.

Gegen das Urteil kann innerhalb einer Woche Einspruch eingelegt werden, so konnte der Angeklagte das Gericht bis zur Rechtskräftigkeit zunächst verlassen. (pl)