Dülken: Brand im Altenheim fordert drei Verletzte

Am gestrigen Montag kam es gegen 15.50 Uhr zu einem Brand in einem Altenheim an der Tilsiter Straße. Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen brach der Brand in einem Zimmer in unmittelbarer Nähe eines elektrisch betriebenen Krankenbettes aus. Der Brand forderte drei Verletzte.

Foto: Martin Häming

Viersen-Dülken – Da es sich bei dem betroffenen Objekt um ein Alten- und Pflegeheim handelt, rückten nicht nur die hauptamtliche Wache und die Löschzüge Dülken und Süchteln aus. Vielmehr wurde darüber hinaus ein sogenannter Massenanfall von Verletzten (MANV) ausgerufen.

Am Ort des Geschehens brannte ein elektrische Pflegebett. Zwei Bewohner des Hauses waren bereits von Pflegekräften in Sicherheit gebracht worden. Zwei weitere Bewohner rettete die Feuerwehr mit Hilfe von Fluchthauben. Im Anschluss an die Menschenrettung wurde das Feuer mit einem C-Rohr gelöscht.

Der einzige Bewohner des Zimmers, ein 79-jähriger Dülkener, erlitt eine schwere Rauchgasvergiftung. Er war noch in der Lage gewesen, den Notrufknopf zu betätigen. Die beiden Mitarbeiter des Heims, die als erste eintrafen konnten ihn aus dem Zimmer führen. Beide erlitten ebenfalls Rauchgasvergiftungen , können aber wahrscheinlich nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen. Drei weitere Personen konnten nach kurzer Begutachtung durch die eingesetzten Rettungskräfte vor Ort verbleiben. Die Feuerwehr Viersen setzte vier Trupps unter Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung ein. Insgesamt waren 35 Wehrleute am Ort. Der Rettungsdienst war aufgrund des MANV-Alarms mit zehn Fahrzeugen angerückt. Diese kamen aus dem Regelrettungsdienst im gesamten Kreisgebiet und vom Deutschen Roten Kreuz. Der Feuerwehreinsatz dauerte etwa eine Stunde. Die Brandursache ist ungeklärt. Die Kriminalpolizei hat den Brandort beschlagnahmt.