Dülken: Paul Fleuth gewinnt 3. Preis bei Jugend forscht

Paul Fleuth aus der Klasse 6a des Clara-Schumann-Gymnasiums hat beim diesjährigen Wettbewerb „Jugend forscht“ in der Kategorie „Schüler experimentieren“ teilgenommen und bereits bei seiner ersten Teilnahme an diesem Wettbewerb einen 3. Preis erreicht.

Viersen-Dülken – Jugend forscht ist der bekannteste Schüler- und Jugendwettbewerb im Bereich Naturwissenschaften und Technik in Deutschland. Die Teilnehmer wählen sich dabei selbst Forschungsfragen aus dem MINT-Bereich aus und bearbeiten dazu Projekte. Sie präsentieren der Wettbewerbsjury ihre Ergebnisse durch eine schriftliche Arbeit und einen mündlichen Vortrag mit anschließender Befragung an einem von ihnen selbst gestalteten Stand.

Hier berichtet Paul über seine Erfahrungen mit Jugend forscht:

Ich wollte schon in der Grundschule an Jugend forscht teilnehmen und konnte es jetzt auf dem Clara-Schumann-Gymnasium mit der Unterstützung von Herrn Beyen. Ich habe mir die Frage gestellt: „Kann man eine Maschine bauen, die so ähnlich wie ein „Perpetuum Mobile“ ist – die zwar nicht komplett selbständig arbeitet, die aber Energie einspart, indem sie während des Betriebs Energie zurückgewinnt, so dass dadurch dem System von außen nur wenig Energie neu zugeführt werden muss?“

Paul Fleuth an seinem Wettbewerbsstand. Foto: Paul und Patricia Fleuth

Um diese Fragestellung zu untersuchen, habe ich ein Pfedymo entwickelt. Der Name Pfedymo leitet sich ab von „Paul Fleuths Dynamo Motor“. Das Pfedymo ist ein Gerät, das einmal angekurbelt werden soll, dann durch Dynamos Strom erzeugt, und damit einen Motor antreibt. Dieser Motor treibt dann eine Stange an, an der einmal der Endverbraucher (z. B. ein Rad) sowie eine Kette oder ein Riemen angeschlossen sind, die dann ihrerseits wieder die Welle mit den Dynamos antreiben.

Da in diesem Kreislauf immer etwas Energie zum Beispiel durch Reibung verloren geht, habe ich mir für den Einsatz in Autos einen Stoßdämpfer einfallen lassen, der Strom erzeugt. Dieser funktioniert so: Es gibt eine Spule, unter der ein Magnet befestigt ist, an der die Radaufhängung montiert ist und es gibt eine Magnetstange, die so am Unterboden des Fahrzeuges platziert ist, dass sie genau in die Spule passt und sich darin hoch und runter bewegen kann. Da die beiden Magneten entweder mit Plus- und Plus- oder mit Minus- und Minuspol aufeinander gerichtet sind, stoßen sie sich ab. Das bewirkt, dass der obere Magnet bei Stößen immer an der Spule vorbeiläuft und zurückgefedert wird. Die dabei gewonnene Energie in Form von Strom wird dann wiederum in den E-Motor eingespeist.

Als ich die schriftliche Arbeit geschrieben habe, war ich sehr aufgeregt und hatte ein bisschen Angst, einen Fehler zu machen und deshalb disqualifiziert zu werden. Es war aber alles nur halb so schlimm. Vor der Vorstellungsvideokonferenz hatte ich schon sehr viel Respekt und hoffte, mir würde kein Fehler passieren. Zum Glück lief alles glatt. Die Videokonferenz war so kurz, dass ich mich sogar etwas beeilen musste. Alles in allem hat es mir auf jeden Fall großen Spaß gemacht. Als ich mein Projekt, das „Pfedymo“ in der Videokonferenz vorstellte, hätte ich nie gedacht, dass ich einen dritten Platz erreiche. Da ich durch die besondere Situation der Corona-Pandemie mit weniger schulischer und fachlicher Begleitung als sonst üblich Zuhause arbeitete, stellte mich das Forschen und Erfinden vor eine besondere Herausforderung. Deshalb würde ich mich freuen, wenn die Jugend-Forscht-AG in Zukunft wieder als Präsenzunterricht stattfinden könnte, damit ich mehr fachliche Begleitung und passendere technische Hilfsmittel in Anspruch nehmen könnte. (Paul Fleuth und Kerstin Burmester)