Dülken: Restaurierung der Narrenmühle beginnt mit dem Abbau

Der Förderverein Narrenmühle Viersen-Dülken hat dem Mühlenbauunternehmen offiziell das Auftragsschreiben für die Restaurierung der Narrenmühle übergeben. Anlass war ein gemeinsamer Ortstermin des Fördervereins, der Stadt Viersen, des Mühlenbauers und des Fachplaners.

Viersen-Dülken – Ende März soll der Rückbau der Mühle beginnen. Im ersten Schritt werden Arbeiten im Inneren der Mühle im Mittelpunkt stehen. Hier müssen beispielsweise die Wandverkleidungen demontiert werden. Anschließend wird die Mühle selbst abgebaut. Dafür sind etwa zwei Wochen veranschlagt.

Die Teile der Mühle werden dann zur Werkstatt des niederländischen Mühlenbauunternehmens Beijk gebracht und dort überarbeitet. Nach dem aktuellen Zeitplan soll die Narrenmühle im Oktober 2020 wiederaufgebaut und die Restaurierung fertiggestellt werden. Die Planung zur Überarbeitung der Mühle stammt vom niederländischen Fachplaner Paul Groen. In der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt- und Klimaschutz am 2. März berichtete die Verwaltung, dass die Restaurierungskosten voraussichtlich etwa 105.000 Euro über dem Planansatz liegen werden. Diese Mehrkosten müsse im Grundsatz die Stadt tragen. Es seien aber bereits Gespräche über eine Ausweitung der Landesförderung geführt worden.

Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Maßnahme nach dem Programm „Heimat-Zeugnis“. Die Heimatförderung trägt dabei 90 Prozent der zunächst veranschlagten Kosten von 460.000 Euro. Um diese Förderung möglich zu machen, hat der Förderverein Narrenmühle das Gebäude in einem auf 99 Jahre angelegten Erbbaurechtsvertrag übernommen. Die Stadt erhält vom Verein einen jährlichen Mietzins von 11,11 Euro. Die gesamte Sanierung wird vom Schwalmtaler Webdesign-Unternehmen Sign + Design dokumentiert. Das Ergebnis dieser Arbeit soll später auf einer noch zu erstellenden Webseite des Fördervereins vorgestellt werden.

Zu sehen sind bei der Übergabe des Auftragsschreibens (von links):
Mühlenbauer Max Beijk, Hartwig Hören vom Förderverein Narrenmühle und Fachplaner Paul Groen. Foto: Stadt Viersen